Letzter Fall für „Theresa Wolff“ – Spin-Off startet 2026
Nina Gummich verabschiedet sich als Gerichtsmedizinerin. Was der letzte Fall für „Theresa Wolff“ zeigt und welche Pläne das ZDF für ein Spin-Off hat.
Gerichtsmedizinern Theresa Wolff (Nina Gummich) kommt in ihrem letzten Fall ins Grübeln. Adrian Gross/ZDF/dpa
© Adrian Gross/ZDF/dpa
Klappe zu im Leichenkühlraum und dann läuft der Abspann: So endet die ZDF-Krimireihe „Theresa Wolff“. Nach dem siebten Fall hängt Nina Gummich den Kittel für ihre Rolle als titelgebende Gerichtsmedizinerin im thüringischen Jena an den Nagel. Dass Schluss ist, merkt man der Episode „Nebel“ aber eigentlich nicht an, zu sehen am Samstag (29. November/20.15) um 20.15 Uhr im ZDF und in der Mediathek.
„Am besten mit Kopfschuss“
Wie gewohnt verkörpert Gummich die eigensinnige Theresa Wolff, die mit Zwischenmenschlichem überfordert ist. Gleich zu Beginn empfiehlt die Medizinerin einer Polizistin, sich selbst zu erschießen und nicht den Mann, den die Beamtin für den Tod ihres Sohnes verantwortlich macht. Das Mittel der Wahl, wenn es nach Wolff geht: ein aufgesetzter Kopfschuss. Einen solchen habe sie ihren Studierenden der Unimedizin nämlich noch nicht zeigen können, stellt die Medizinerin emotionslos fest.
Der Fall des toten Sohnes der Polizistin wird schnell im Drogenmilieu verortet. Dabei passt der laut Mutter brave und zielstrebige Finn (Philip Günsch) wenig ins Bild der bisherigen Opfer, die die neuartige synthetische Droge Moonshadow konsumiert haben. Dass die Drogenfahndung bislang nicht öffentlich vor dem gefährlichen Stoff warnt, der in Jena im Umlauf ist, beschäftigt Wolff. Sie befürchtet noch mehr Tote und nimmt die Sache einmal mehr selbst in die Hand. Dabei ist sie erkältet, schnäuzt und hustet sich durch den Fall. Ein Zustand, der ihr noch zum Verhängnis wird.
Eindeutig schlechtes Gewissen
Die Wirkung von Drogenkonsum gerade in jungen Jahren wird am tatverdächtigen mutmaßlichen Drogendealer deutlich: Eric Boltor (Henning Flüsloh) leidet an einer Psychose und tut sich schwer, Realität und Lüge zu unterscheiden. Er hat Aussetzer und greift sich selbst und andere an – also auch den Toten? Zumindest weisen die von Wolff festgestellten Spuren an einer Wunde recht eindeutig darauf hin.
Doch ganz so eindeutig ist der Fall dann doch nicht, wie sich bald zeigt. Nicht nur Wolff und die Mutter des Toten plagt ein schlechtes Gewissen, ebenso Hauptkommissar Bruno Lewandowski (Aurel Manthei) und seinen Kollegen Ceyhan Topal (Sahin Eryilmaz). Und dann ist da noch Wolffs Doktorand (Anton Giuseppe Arnold), der sich von der Medizinerin nicht nur Fachwissen abgeschaut hat. Er forscht - nicht ganz legal - auf eigene Faust in der Sache.
Dreharbeiten zu Spin-Off
Gummich und Manthei haben die Serie nach Angaben des ZDF auf eigenen Wunsch verlassen. Dennoch setzt der TV-Sender weiter auf den „Thüringenkrimi“. In einem Spin-Off sollen Sahin Eryilmaz als Kommissar Ceyhan Topal und Peter Schneider als Rechtsmediziner Dr. Zeidler zu sehen sein. Neu dazu kommen Emily Cox („Alma und Oskar“) als Rechtsmedizinerin und forensische Entomologin Mala Murphy sowie Golo Euler („Unsichtbarer Angreifer“) als Kriminalhauptkommissar Moritz Herbst.
Zwei Episoden des neuen „Thüringenkrimis“ sind laut Produktionsfirma Ziegler Film schon im Kasten. Für einen dritten Film haben die Dreharbeiten bereits begonnen. 2026 soll die Serie starten, genaue Termine stehen aber nach Angaben des ZDF noch nicht fest.
Und wie geht es für Gummich weiter?
Gummich selbst hatte im September in einem Instagram-Post den ersten Geburtstag ihres Sohns bekanntgegeben - und über drei neue Projekte geschrieben, ohne Genaueres zu verraten. Fest steht aber bereits, dass sie im vom SWR produzierten „Tatort – Stäffele“ aus Stuttgart zu sehen sein wird.
Für Schauspielerin Nina Gummich ist es das letzte Mal, dass sie als Medizinerin Theresa Wolff zu sehen ist. (Archivbild)Sebastian Christoph Gollnow/dpa
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