Panorama

Leckere Zitronenschnittchen: Lemon Bars New York Style

Warum ein Hauch Olivenöl und frische Minze Lemon Bars zu einer neuen Geschmackserfahrung machen, zeigt Rezeptentwicklerin Julia Uehren mit ihrer Version – inklusive Tipp für die perfekte Creme.

05.09.2026

Bei der Zubereitung der Zitronenschnitten wurde die Hälfte der Butter durch fruchtig-intensives Olivenöl ersetzt.  Julia Uehren/loeffelgenuss.de/dpa-tmn

Bei der Zubereitung der Zitronenschnitten wurde die Hälfte der Butter durch fruchtig-intensives Olivenöl ersetzt. Julia Uehren/loeffelgenuss.de/dpa-tmn

© Julia Uehren/loeffelgenuss.de/dpa-tmn

Lemon Bars sind beliebte amerikanische Zitronenschnitten aus einem knusprigen Kuchenboden mit einer süß-sauren Creme, die an Lemon Curd erinnert. Ich habe mich für einen klassischen Mürbeteig entschieden, der schön krümelig ist und im Mund einen schönen Kontrast zur buttrigen Zitronencreme bildet. 

Bei der Creme bin ich einer Idee von Melissa Clark aus der New York Times gefolgt: Sie ersetzte die Hälfte der Butter durch Olivenöl, was dem amerikanischen Klassiker eine minimale Bitternote verleiht. Dafür sollten Sie ein Olivenöl wählen, das intensiv fruchtig ist und eine deutliche Bitternote hat. Sortenreine Öle mit früh geernteten Oliven sind dafür ideal, zum Beispiel von den Olivensorten Coratina, Picual oder Moraiolo.

Und auch die Idee, die Lemon Bars am Ende mit etwas Salz zu bestreuen, habe ich übernommen. Doch eine Sache fehlte noch aus meiner Sicht: ein paar frische Minzblätter. All das zusammen sorgt dann für eine wahre Geschmacksexplosion in Mund!

Zutaten für 12 Lemon Bars (Backform 25 cm x 20 cm)

  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 400 g Zucker
  • 1/2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • Salz
  • 260 g Butter (kalt)
  • 6 Bio-Zitronen
  • 1 Msp. Kurkumapulver
  • 2 TL Speisestärke
  • 6 Eier (Größe M)
  • 60 ml Olivenöl (extra vergine, siehe oben)
  • Puderzucker (zum Garnieren)
  • Fleur de Sel (Optional)
  • Frische Minze (optional) 

Zubereitung:

  • Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.
  • Mehl, 100 g Zucker, Vanillezucker und 1/2 TL Salz in einer Rührschüssel vermengen. 200 g kalte Butter in Flocken dazugeben und rasch mit sauberen Händen zu einem Teig kneten. Backform komplett mit Backpapier auslegen. Den Teig auf den Boden der Form geben und glatt drücken. Im Backofen bei 160 Grad Umluft ca. 35 Minuten backen, bis der Teig leicht gebräunt ist. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
  • Eine Zitrone heiß abspülen, abtrocknen und von der Schale ca. 2 TL fein abreiben. Den Saft der Zitronen auspressen. Benötigt werden ca. 180 ml Zitronensaft. Beides in einem Topf mit 300 g Zucker, einer Prise Salz, einer Messerspitze Kurkuma (intensiviert die gelbe Farbe) und 2 TL Speisestärke verrühren. 2 Eier und 4 Eigelb unterquirlen. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen. Wenn die Mischung langsam beginnt dickflüssiger zu werden (nach ca. 2 - 5 Minuten), einmal kurz unter Rühren aufkochen lassen und ca. 30 Sekunden köcheln lassen. Dann sofort vom Herd nehmen und die restliche Butter (60 g) und das Olivenöl unterrühren.
  • Die Creme auf den Kuchenboden in die Form geben und im Backofen bei 160 Grad Umluft ca. 10 - 12 Minuten backen. Die Form dann aus dem Ofen nehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Anschließend die Form abgedeckt für mindestens 4 Stunden (besser über Nacht) in den Kühlschrank stellen, bis die Zitronencreme fest ist.
  • Die Form aus dem Kühlschrank nehmen und in ca. 4 x 9 cm große Rechtecke schneiden. Mit Puderzucker garnieren und nach Belieben mit etwas Fleur de Sel bestreuen.

Tipp: Frische Minze waschen, trockenschütteln und die Blätter in feine Streifen schneiden und dazu servieren.

Mehr Rezepte unter https://loeffelgenuss.de/