Panorama

Klimaanlage im Auto: Lieber nicht zu kalt einstellen

Ja, schön kalt: Die Klimaanlage läuft auf vollen Touren, während draußen der Asphalt kocht. Aber halt. So richtig schlau ist das nicht - und das gleich aus mehreren Gründen.

28.07.2026

Klimaanlage: Ja. Arktis-Modus: lieber nicht. Als Wohlfühltemperatur gelten 22 bis 25 Grad – zu viel Unterschied zur Außentemperatur kann zu Kreislaufproblemen führen.Christin Klose/dpa-tmn

Klimaanlage: Ja. Arktis-Modus: lieber nicht. Als Wohlfühltemperatur gelten 22 bis 25 Grad – zu viel Unterschied zur Außentemperatur kann zu Kreislaufproblemen führen.Christin Klose/dpa-tmn

© Christin Klose/dpa-tmn

Draußen Hitzewelle, innen kleine Eiszeit? Das mag sich im Auto mit Klimaanlage erst einmal gut anfühlen, ist aber keine so gute Idee. Denn das kann zu Kreislaufproblemen führen. Die Klimaanlage sollte daher nicht zu kalt eingestellt werden. Auch wenn sie sich meist noch niedriger einstellen lässt: Die Wohlfühltemperatur liegt zwischen circa 22 und 25 Grad.

Allerdings: Sind es draußen 40 Grad Celsius, können auch 25 Grad im Innenraum schon ein großer Unterschied sein. Die Prüfgesellschaft GTÜ rät dazu, bei deutlich höheren Außentemperaturen gegebenenfalls auch die Klimaanlage auf etwas höhere Werte einzustellen. So lässt sich ein Temperaturschock beim Aussteigen vermeiden. 

Beim Losfahren erst einmal alles geben - und Umluft drücken

So ein in der Sonne geparktes Auto kann schnell Innenraumtemperaturen von 60 Grad erreichen. Deswegen vor dem Losfahren besser für angenehme Temperaturen sorgen. Sonst drohen wegen der Hitze Kreislaufschwäche oder Schlimmeres. Dafür erst einmal alle Türen auf und querlüften. Wer einen Sonnenschutz auf oder hinter die Windschutzscheibe legt, verbrennt sich nicht die Finger an heißen Oberflächen. 

Ist der Motor eingeschaltet, ist es effektiv, die Klimaanlage direkt nach dem Start - für eine kurze Zeit - auf maximale Kühlleistung einzustellen und dabei die Umluft-Taste zu drücken. Das kühlt dann zunächst die Luft im Innenraum, statt gleich noch mehr warme Außenluft ins Auto zu holen.

Danach gilt aber: Die Temperatur nicht zu niedrig einstellen und die Düsen nicht direkt auf den Körper oder das Gesicht lenken. Das fördert laut ADAC Muskelverspannungen und trocknet die Schleimhäute aus. Das wiederum kann dazu führen, dass man sich leichter eine Erkältung einfängt. Besser ist es, wenn der Luftstrom gleichmäßig im Auto verteilt wird.