Kinderpornografie-Verdacht bei Jugend-Mitarbeiter
Ein in Jugendeinrichtungen eingesetzter Mitarbeiter der Stadt Siegen soll kinderpornografisches Material besessen haben. Die Stadt hat ihn sofort freigestellt.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Jugend-Mitarbeiter der Stadt Siegen wegen des Verdachts von Kinderpornografie. (Symbolbild)Arne Dedert/dpa
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Gegen einen bei Kindern und Jugendlichen eingesetzten Mitarbeiter der Stadt Siegen wird wegen des Verdachts von Kinderpornografie ermittelt. Es gebe ein Verfahren wegen „des Verbreitens, des Erwerbs und/oder Besitzes kinderpornografischer Inhalte“, teilte Bürgermeister Tristan Vitt (SPD) mit. Allerdings habe man bislang keine Hinweise darauf, dass es Straftaten gegenüber Kindern und Jugendlichen in einer der städtischen Einrichtungen gegeben habe. Trotzdem sei die beschuldigte Person sofort freigestellt worden.
Die Ermittlungen führt die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) Nordrhein-Westfalen bei der Staatsanwaltschaft Köln. Sie ist landesweit für Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs und der Verbreitung von Kinderpornografie in digitalen Medien zuständig. Eine Sprecherin der Behörde bestätigte den Fall, machte mit Verweis auf Persönlichkeitsrechte aber keine weiteren Angaben.
Person arbeitete an Schule und Jugendeinrichtung
Siegens Bürgermeister sagte, die beschuldigte Person sei „im Umfeld von Kindern und Jugendlichen“ tätig gewesen. Konkret sei sie an einer Schule sowie einer Jugend- und Freizeiteinrichtung eingesetzt worden.
Auch wenn für die beschuldigte Person die Unschuldsvermutung gelte, habe man handeln müssen. „Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat oberste Priorität“, betonte Vitt. Die Stadt stehe in engem Austausch mit den Ermittlungsbehörden.
Eltern von Kindern aus den betroffenen Einrichtungen bat der Bürgermeister, die Behörden über mögliche Beobachtungen oder Auffälligkeiten zu informieren. „Für entsprechende Unterstützung stehen wir Ihnen als Stadt Siegen gemeinsam mit verschiedenen Beratungs- und Unterstützungsangeboten zur Seite“, schrieb Vitt in einem Brief an die Eltern.