(K)Eine Gurkentruppe beim BND: Die Comedy-Serie „SpyOn“
Klamauk, Klischees und eine tickende Bombe in einer neuen deutschen Serie: In „SpyOn“ scheitern und überraschen angehende Spione beim Nachrichtendienst.
Asel Asanow (Lukas Zumbrock, l.) und Andreas Rödig (Klaus Steinbacher, r.) wollen Agenten werden.--/ZDF/dpa
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„Oh mein Gott, ich bin beim BND“: Eine Gruppe von fünf eigenwilligen, wenn nicht gar sonderlichen Auszubildenden soll beim deutschen Bundesnachrichtendienst zu Spionen ausgebildet werden. Problem: Sie wirken völlig ungeeignet für den Job.
Zu sehen ist das neue Agenten-Comedy-Format „SpyOn“ beim ZDF (linear jetzt ab 29.9. auf ZDFneo, jeweils dienstags ab 21.45 Uhr zwei Folgen nacheinander). Alle Folgen sind schon länger auf der ZDF-Streamingplattform verfügbar.
Aller Anfang ist schwer, das soll Azubis natürlich grundsätzlich zugestanden werden. Aber beim fiktiven Nachrichtendienst herrscht ein anderer Wind: „Sie haben es wider Erwarten in die Ausbildung beim BND geschafft und ich bin gespannt, wie lange es braucht, bis sie wieder rausfliegen“, begrüßt die strenge Ausbildungsleiterin (Sophie von Kessel) die Fünf wenig motivierend.
Eine hat Prüfungspanik, einer kann nicht lügen
In der Tat, wie soll unter anderem jemand, der zwanghaft die Wahrheit sagen muss, ein Spion mit Doppelleben werden können? Sein Grund, beim BDN einzusteigen: „Ich bin viel allein“, sagt Asel (Lukas Zumbrock) beim Einstellungsgespräch. Victoria (Lea Zoë Voss) hat pathologische Prüfungsangst, erlebt bei der Auswahlrunde gar direkt eine Panikattacke.
Und natürlich, ohne diese Rolle kann es scheinbar nicht gehen: Da ist Andi (Klaus Steinbacher), der im Anzug mit Fliege und allen dazugehörigen filmreifen Gesten und Sprüchen („Martini - geschüttelt, nicht gerührt“) den Möchtegern-James-Bond gibt.
Mehr Glück als Verstand
Ausgebildet werden die angehenden „Diplomverwaltungsfachwirte“ in der Serie immerhin von namhaften Schauspielern: Götz Otto („James Bond“, „Schindlers Liste“), Alexander Beyer („Die Diplomatin“) und Sophie von Kessel spielen das Team, das teils widerwillig diese Aufgabe übernimmt. Aber sie werden positiv überrascht: Die Truppe funktioniert nach und nach als Team erstaunlich gut - und hat manchmal mehr Glück als Verstand.
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In jeder der acht rund 24-minütigen Folgen wird diese Gurkentruppe mit einer neuen klassischen Herausforderung für Agenten konfrontiert: Mal geht es um die Kunst des Manipulierens, mal um das Einrichten eines toten Briefkastens. Und die Truppe darf sich aus einem mit einer tickenden Bombe bestückten Raum selbst befreien.
Das klassische Sitcom-Format bietet keine Minute ohne Klamauk und spielt fortwährend mit Klischees um das landläufig angenommene Agentendasein sowie das deutsche Behördentum. Es ist Geschmackssache, ob das zu viel des Guten oder kurzweilig-belustigend ist.