Panorama

Jungtier der seltenen Prinz-Alfred-Hirsche im Kölner Zoo

Die Tierart ist nach einem Prinzen genannt. In der Natur gibt es allerdings nur noch wenige Exemplare. Mehrere Zoos beteiligen sich deshalb an der Nachzucht.

09.04.2026

Das weibliche Jungtier Aurea steht mit Mutter Rusa im Gehege im Kölner Zoo. Die Prinz-Alfred-Hirsche sind sehr selten.Henning Kaiser/dpa

Das weibliche Jungtier Aurea steht mit Mutter Rusa im Gehege im Kölner Zoo. Die Prinz-Alfred-Hirsche sind sehr selten.Henning Kaiser/dpa

© Henning Kaiser/dpa

Im Kölner Zoo erkundet das etwa zwei Monate alte Hirschkalb Aurea die Außenanlage. Das weibliche Jungtier der seltenen Prinz-Alfred-Hirsche weicht dabei nicht von der Seite seiner Mutter Rusa. Der Kölner Zoo sieht die Geburt von Anfang Februar als einen bedeutenden Nachzuchterfolg.

In ihrem natürlichen Lebensraum auf den philippinischen Inseln Panay und Negros werde der Bestand auf nur noch rund 1.400 Tiere geschätzt, sagte ein Zoo-Sprecher. Waldrodungen und die Jagd setzten der Art in Asien stark zu.

Das Jungtier sei sehr zutraulich, beschreibt eine Tierpflegerin. Irgendwann werde Aurea in einen anderen Zoo wechseln. Die Tiere lebten in freier Wildbahn meist als Einzelgänger oder in Kleingruppen von bis zu drei Individuen.

Benannt wurde die Art einst nach Prinz Alfred, dem Sohn von Queen Victoria. Prinz-Alfred-Hirsche sind nach Angaben des Kölner Zoos zwar etwa so groß wie die heimischen Rehe, jedoch massiver und schwerer gebaut.