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Juckt’s? Hautprobleme beim Hund erkennen

Stumpfes Fell, kahle Stellen, ständiges Kratzen: Hautprobleme beim Hund können viele Ursachen haben. Wann ein Tierarztbesuch ratsam ist und wie Pflege helfen kann.

16.01.2026

Der Hund kratzt sich unentwegt? Dahinter können Allergien, Entzündungen oder Parasiten stecken.Markus Scholz/dpa-tmn

Der Hund kratzt sich unentwegt? Dahinter können Allergien, Entzündungen oder Parasiten stecken.Markus Scholz/dpa-tmn

© Markus Scholz/dpa-tmn

Hunde haben ein Fell, das sie vor Kälte, Sonne und Verletzungen schützt. Doch auch die darunterliegende Haut übernimmt wichtige Aufgaben – kann dem Vierbeiner aber durchaus auch Probleme bereiten. Welche Erkrankungen dahinterstecken können und wann ein Besuch beim Tierarzt unvermeidlich ist.

Symptome bei Hautproblemen

Wichtig ist, den Vierbeiner aufmerksam zu beobachten und auf Veränderungen zu achten: Das Fell ist stumpf, der Hund kratzt sich ständig, hat kahle oder gerötete Stellen? Die Ursachen sind oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. 

„Probleme mit der Haut können oft schon frühzeitig auf Krankheiten hindeuten, die erst mit Laboruntersuchungen eindeutig festgestellt werden können“, so Tierärztin Steffi Schmidt gegenüber dem Industrieverband Heimtierbedarf (IVH). So etwa eine Schilddrüsenunterfunktion oder Leberprobleme.

Auch Allergien – etwa gegen Pollen oder bestimmte Futtermittel – sowie Parasiten wie Flöhe, Zecken oder Milben können Hautprobleme verursachen. Juckreiz und Rötungen sind die Folge.

Runde, kahle Stellen mit ausgeprägter Schuppenbildung können auf eine Pilzinfektion hindeuten. Kratzt sich der Hund häufig, kann das außerdem zu Entzündungen auf der Haut führen.

Wann zum Tierarzt?

Grundsätzlich können Hautprobleme alle Hunde treffen. „Hunde mit starker Faltenbildung wie Möpse, Bulldoggen oder Cocker Spaniel sind allerdings besonders anfällig“, so Tierärztin Schmidt. In Hautfalten kann sich Feuchtigkeit schneller stauen, was die Entstehung bakterieller Infektionen begünstigt.

Bei plötzlichen Hautveränderungen, starkem Juckreiz oder offenen beziehungsweise nässenden Stellen auf der Haut sollte man unbedingt ein Tierarzt das Tier untersuchen.

Hautprobleme vermeiden

Gezielte Pflege kann Hunden mit Allergien und älteren Tieren mit trockener oder schuppiger Haut helfen, so Steffi Schmidt. Spezielle Produkte aus dem Fachhandel wie etwa Hundeshampoos mit Chlorhexidin oder rückfettenden Inhaltsstoffen können Keime reduzieren und die Hautschutzfunktion stärken.