Job nervt? So bleiben Sie in schwierigen Phasen motiviert
Gefangen im Arbeitsfrust? Eine Coachin verrät, wie ein Perspektivwechsel und Gedankenreisen helfen, neue Energie zu tanken.
Sie brauchen neue Motivation im Job? Dann können kleine Perspektivwechsel helfen, Prioritäten neu zu ordnen.picture alliance / dpa Themendienst
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Kritisches Feedback, ein zermürbendes Projekt oder eine schwierige Zusammenarbeit: Rückschläge im Job kennt jeder. Der Arbeitsalltag fühlt sich zäh an, die Motivation ist am Boden. Wie kommt man da wieder auf die Füße?
Die gute Nachricht: Es braucht oft nicht viel, um neue Motivation zu finden. „Oft reichen kleine Perspektivwechsel, um etwas Abstand zu gewinnen und weitermachen zu können“, rät Stefanie Bickert, Job- und Karriereexpertin bei der Plattform Indeed.
Motivation wiederfinden - so geht’s
Widmen Sie sich erst mal nicht dem Problem, rät die Expertin. „Nutzen Sie die Verbindung zwischen Kopf und Körper“, so Bickert. Geht es dem Körper gut, hebt das oft automatisch die Laune. Was vielen einfach erscheint, bietet tatsächlich einen direkten Zugang zu neuer Motivation.
Ein kurzer, schneller Spaziergang oder das Hören des Lieblingsliedes können helfen. Der kurzfristige Dopaminanstieg hält nicht den ganzen Arbeitstag an, kann aber den entscheidenden Schwung geben, um den Einstieg in die Arbeit zu erleichtern.
Zurück am Arbeitsplatz, ist es gerade zu Beginn des Tages sinnvoll, die Energie bewusst auf Aufgaben zu lenken, die klar sind und einen schnellen Fortschritt ermöglichen. Auf diese Weise gelingt es, wieder ins Handeln zu kommen.
Gehen Sie doch mal auf Zeitreise
Wenn wir uns festgefahren fühlen, erscheinen Probleme oft größer, als sie sind. Wie belastend sie wirken, hängt aber auch davon ab, wie sie eingeordnet werden. Es kann helfen, bewusst zu prüfen, was tatsächlich passiert und was nur in den eigenen Gedanken hinzukommt.
Hier kann es zum Beispiel helfen, auf eine gedankliche Zeitreise zu gehen. Wie würde man die aktuelle Situation in einigen Monaten bewerten? Was wäre im Rückblick wirklich entscheidend? Was hätte man gern getan? Das schafft Distanz zum aktuellen Überforderungsgefühl und kann helfen, Prioritäten neu zu ordnen.
Schöner Nebeneffekt: „Mit zeitlichem Abstand wirken Probleme oft kleiner und man erinnert sich nicht selten daran, dass ähnliche Situationen in der Vergangenheit bereits gemeistert wurden“, so Bickert.
Jetzt ist Zeit für Ursachenforschung
Sobald man etwas Abstand zur Situation gewonnen hat und die Gedanken klarer werden, fällt es leichter, die zugrunde liegenden Ursachen anzugehen. In vielen Fällen zeigt sich dann, welche einzelnen Aspekte, etwa unklare Erwartungen, fehlende Informationen oder unpassende Aufgabenverteilung, besonders belasten.
Es lohnt sich nun, ausgeruht die Situation zu analysieren: Welche Faktoren lassen sich beeinflussen? Wo kann man die eigene Arbeit neu strukturieren? Und wo lohnt es sich, um Unterstützung zu bitten?