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Jetzt Pflanzen vermehren: Stecklinge im Sommer ziehen

Sommerblumen und Kräuter lassen sich jetzt ganz einfach vermehren. Wie mit einem Schnitt neue Pflanzen entstehen – und warum das schneller als mit Samen geht.

07.08.2026

Grüner Nachwuchs: Aus jungen Trieben lassen sich im Sommer und Herbst mit wenigen Handgriffen neue Pflanzen ziehen.picture alliance / dpa-tmn

Grüner Nachwuchs: Aus jungen Trieben lassen sich im Sommer und Herbst mit wenigen Handgriffen neue Pflanzen ziehen.picture alliance / dpa-tmn

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Der Sommer ist nicht nur Erntezeit, sondern auch der richtige Zeitpunkt, um viele Pflanzen zu vermehren. 

Statt Samen auszusäen, lassen sich zahlreiche Pflanzen im Beet oder auf dem Balkon ganz einfach über Stecklinge nachziehen. Da Stecklinge nicht erst keimen müssen, entwickeln sich die jungen Pflanzen schnell. Dafür werden von der Mutterpflanze junge Triebe abgeschnitten, die bereits fest, aber nicht verholzt sind, erklärt die Bayerische Gartenakademie.

Diese Pflanzen eignen dafür

Geeignet sind etwa Kübelpflanzen wie Wandelröschen, Pelargonien oder Fuchsien sowie andere verholzende Pflanzen. Aber auch duftende Kräuter wie Minze, Rosmarin oder Lavendel kann man so nachziehen.

Während im Sommer Stecklinge von krautigen Pflanzen geschnitten werden, beginnt im Herbst die Zeit der Steckhölzer. Dafür eignen sich die diesjährigen Triebe der Zier- und Beerenobststräucher.

Stecklinge richtig schneiden

Wichtig: Stecklinge immer nur von gesunden und kräftigen Pflanzen abschneiden. Ideal sind junge Triebe mit drei bis vier Blattpaaren, die möglichst weder Blüten noch Knospen tragen. Die Stecklinge mit einem scharfen Messer dann direkt unterhalb eines Blattpaares abschneiden. Kleine Blätter an der Blattachsel entfernen, damit sie nicht faulen. 

Gibt es nur Triebe mit Knospen oder Blüten, einfach die Blütenansätze vorsichtig mit einer kleinen Schere abschneiden. So steckt der Steckling seine Kraft in die Wurzelbildung statt in Blüten und Knospen.

Erde vor dem Austrocknen schützen

Die vorbereiteten Stecklinge kommen in Töpfe mit Anzuchterde - leicht andrücken und anschließend gut angießen. Eine lockere Abdeckung mit Folie schützt sie in den ersten Tagen vor dem Austrocknen.

Stecklinge brauchen einen hellen Platz, vertragen aber keine direkte Sonne. Geeignet ist zum Besipiel ein heller Platz am Nordfenster. Im Freien kann den Stecklingen ein Stoff oder dünnes Vlies Schatten spenden. Die ersten Wurzeln entwickeln sich meist innerhalb von zwei bis drei Wochen.

Gut eingesetzt: Den Steckling vorsichtig in die Anzuchterde stecken und die Erde leicht andrücken.picture alliance/dpa/dpa-tmn

Gut eingesetzt: Den Steckling vorsichtig in die Anzuchterde stecken und die Erde leicht andrücken.picture alliance/dpa/dpa-tmn

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Heller Platz: Mit ausreichend Licht entwickelt sich aus einem Steckling nach und nach eine kräftige Lavendelpflanze.Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Heller Platz: Mit ausreichend Licht entwickelt sich aus einem Steckling nach und nach eine kräftige Lavendelpflanze.Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

© Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa-tmn