Panorama

Japankäfer: Keine Pflanzen aus Urlaub mitbringen

Braune Flügel, grüner Kopf: Der Japankäfer breitet sich aus - allerdings in Deutschland bisher noch kaum. Damit das so bleibt, bittet das Landwirtschaftsministerium Reisende um Vorsicht.

03.07.2026

Der aus Asien stammende Japankäfer frisst Blätter, Blüten und Früchte diverser Pflanzen.picture alliance/dpa

Der aus Asien stammende Japankäfer frisst Blätter, Blüten und Früchte diverser Pflanzen.picture alliance/dpa

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Urlauber sollten wegen des gefräßigen Japankäfers, der sich in Teilen Europas zunehmend ausbreitet, keine Pflanzen, Erde oder Samen von Reisen mitbringen. Darum bittet das Bundeslandwirtschaftsministerium. Das gelte insbesondere für Norditalien und die Südschweiz. 

Weil sich der kleine Käfer auch unbemerkt ins Gepäck schmuggeln könnte, sollten Reisende Koffer, Auto und Campingausrüstung kontrollieren, ehe sie losfahren. Urlauber helfen so nach Angaben des Ministeriums mit, „unsere Pflanzen und Ernten zu schützen“.

Gefräßiger Problemfall aus Asien

Das Problem: Die Larven des Schädlings schaden Graswurzeln, erwachsene Exemplare fressen Blätter, Blüten und Früchte diverser Pflanzen.

Seit der aus Asien stammende Japankäfer (Popillia japonica) 2014 in Norditalien erstmals auf europäischem Festland entdeckt wurde, breitet er sich dem Ministerium zufolge in Süd- und Mitteleuropa aus. 

In Deutschland ist er noch nicht heimisch - und die Urlauber sollen mit ihrem Verhalten dazu beitragen, dass das so bleibt. In diesem Jahr gab es in Hessen und Baden-Württemberg jedoch schon vereinzelte Funde.

Wie der Schädling aussieht

Der Käfer ist ungefähr einen Zentimeter groß. Er hat braune Flügel und einen metallisch glänzenden grünen Kopf. Er wird oft mit dem Gartenlaubkäfer oder Maikäfer verwechselt. Charakteristisch für den Schädling sind fünf weiße Haarbüschel an jeder Seite des Hinterleibs sowie zwei weitere am Ende. 

Wer den Verdacht hat, Japankäfer entdeckt zu haben, sollte das dem Pflanzenschutzdienst seines Bundeslandes melden - mit einem Foto und idealerweise auch mit einem gefangenen Exemplar.