Panorama

Jahrhundertsommer in NRW mit Rekordhitze und wenig Regen

So viele heiße und sehr heiße Tage wie noch nie: Der Deutsche Wetterdienst zieht eine Bilanz des Sommers in NRW. Es war in jeder Hinsicht extrem.

31.08.2026

Mit 154 Litern pro Quadratmeter seien lediglich 64 Prozent des üblichen Sommerniederschlags gefallen. Die Folge: Historische Niedrigwasserstände am Rhein und eine Reihe kleiner und großer Waldbrände im Land. (Archivbild)Federico Gambarini/dpa

Mit 154 Litern pro Quadratmeter seien lediglich 64 Prozent des üblichen Sommerniederschlags gefallen. Die Folge: Historische Niedrigwasserstände am Rhein und eine Reihe kleiner und großer Waldbrände im Land. (Archivbild)Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

Trocken, heiß und in jeder Hinsicht rekordverdächtig: Der Sommer 2026 in Nordrhein-Westfalen geht als ein Jahrhundertsommer in die Statistik des Deutschen Wetterdienstes ein. Mit 19,5 Grad war es von Juni bis August im Schnitt 3,2 Grad wärmer als im langjährigen Klimamittel. Damit seien die vergangenen Monate „auf Augenhöhe mit dem bisherigen Rekordsommer 2003“, teilten die Meteorologen nach Auswertung vorläufiger Daten mit.

Dabei ging es so extrem zu wie noch nie: 20 heiße Tage mit mehr als 30 Grad und fünf sehr heiße Tage mit mehr als 35 Grad hat der Deutsche Wetterdienst in Nordrhein-Westfalen gemessen. Beides sind neue Rekorde für das Bundesland: Noch nie seit Beginn der professionellen Messungen 1881 wurden so viele heiße Tage registriert. Der Spitzenwert von 40,2 Grad wurde zweimal gemessen: Am 26. Juni in Tönisvorst und einen Tag später am 27. Juni in Weilerswist-Lommersum.

Fehlender Niederschlag setzt der Natur zu

Die Hitze ist das eine, der fehlende Regen ist für die Natur noch viel schlimmer: Mit 154 Litern pro Quadratmeter seien lediglich 64 Prozent des üblichen Sommerniederschlags gefallen. Die Folge: Historische Niedrigwasserstände am Rhein und eine Reihe kleiner und großer Waldbrände im Land.

Viel schien die Sonne: Etwa 728 Sonnenstunden ermittelten die Meteorologen für Nordrhein-Westfalen. In einem durchschnittlichen Sommer scheint die Sonne lediglich 554 Stunden.

August bleibt trotz der Schauer zum Schluss heiß und trocken

Selbst der August, der zuletzt kühlere Temperaturen und einige kräftige Schauer brachte, bleibt unter dem Strich deutlich zu warm und etwas zu trocken. 

Für seine Sommer-Bilanz nutzt der Deutsche Wetterdienst die vorläufigen Daten seiner bundesweit rund 2.000 Messstationen. Der Blick auf andere Regionen in Deutschland zeigt auch, dass das Wetter dort teilweise noch extremer war. Die größte Hitze erlebten die Regionen im Südwesten.