Panorama

Initiative plant Verteilung von rund 4.000 Tonnen Kartoffeln

4.000 Tonnen Kartoffeln liegen derzeit in einem Lager eines Agrarbetriebs bei Leipzig. Die „Berliner Morgenpost“ und die Suchmaschine Ecosia wollen sie nun kostenlos in Berlin verteilen lassen.

09.01.2026

„Berliner Morgenpost“ und die Internetsuchmaschine Ecosia wollen 4.000 Tonnen Kartoffeln in Berlin verteilen lassen. (Archivbild)Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

„Berliner Morgenpost“ und die Internetsuchmaschine Ecosia wollen 4.000 Tonnen Kartoffeln in Berlin verteilen lassen. (Archivbild)Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Die Menschen in der Hauptstadt sind aufgerufen, in den nächsten Tagen bei der kostenlosen Verteilung von rund 4.000 Tonnen Kartoffeln mitzuhelfen. Es gehe um Kartoffeln der Sorte Agria, festkochend, beste Speisequalität, schreibt die „Berliner Morgenpost“, die die Aktion gemeinsam mit der Internet-Suchmaschine Ecosia organisiert. Die Früchte lagern derzeit in den Hallen der Osterland Agrar Gesellschaft südlich von Leipzig. 

Die Geschichte dieser Kartoffeln sei eine Geschichte über die Absurdität unseres Lebensmittelsystems, schreibt die Zeitung weiter. Ein Händler habe die Ernte bestellt, doch als das Gemüse eingelagert war, sei klar gewesen, dass das Angebot auf dem Markt größer als die Nachfrage sei. Der Preis war demnach so stark gefallen, dass der Verkauf für den Handel nicht mehr rentabel gewesen sei. So blieb der Erzeuger auf der Ernte sitzen. 

Um die Kartoffeln vor dem Verderb zu retten, wollen Ecosia und die „Morgenpost“ sie nun kostenfrei in Berlin verteilen lassen. Der Agrarbetrieb spende sie, Ecosia organisiere den Transport in die Hauptstadt und die Zeitung die Verteilung, hieß es. 

Dafür werden nun Verteilerinnen und Verteiler in Berlin gesucht. Konkret geht es um Abnahmestellen - etwa bei Privatpersonen, Schulen und Kitas, Kirchengemeinden oder anderen Vereinen und Organisationen. Jede Abnahmestelle erhält demnach eine Tonne Kartoffeln. Verbraucherinnen und Verbraucher können sie dort dann kostenfrei abholen. Angeliefert werden sie von 25-Tonnen-Lastwagen. Eine entsprechende Zufahrt müsse vorhanden sein. 

Anmeldeschluss ist der 12. Januar. Angeliefert werden die Kartoffeln dann kommende Woche Donnerstag und Freitag.