Hürtgenwald-Brand: Ermittler gehen von Fremdeinwirkung aus
Zwei voneinander unabhängige Ausgangsorte, aber ein zeitlicher und örtlicher Zusammenhang: Der Hürtgenwald-Brand beschäftigt die Ermittler weiter, nun gibt es neue Details.
Der Brand im Hürtgenwald in der Eifel war einer der größten in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. (Archivbild) Christian Knieps/dpa
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Der verheerende Hürtgenwald-Brand ist nach derzeitigem Ermittlungsstand wohl durch Fremdeinwirkung ausgelöst worden. Ob das Feuer fahrlässig oder vorsätzlich verursacht worden sei, lasse sich bislang nicht abschließend klären, teilte die Staatsanwaltschaft Aachen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Tatverdächtige seien nicht ermittelt worden. Das Verfahren werde weiterhin gegen Unbekannt geführt.
Das Feuer, das am 13. August ausgebrochen war, gilt als größter Waldbrand in Nordrhein-Westfalen seit Jahrzehnten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist von zwei voneinander unabhängigen Ausgangsorten des Brandes auszugehen. „Zwischen den Brandereignissen besteht jedoch ein zeitlicher und örtlicher Zusammenhang“, teilte die Staatsanwaltschaft mit, ohne weitere Details zu nennen.
Eine Verursachung durch Weltkriegsmunition werde ausgeschlossen. Im Übrigen kämen nach derzeitigem Stand sämtliche weiteren Ursachen in Betracht. Eine Einschränkung gelte für einen der Brandursprünge: Dort könne eine Verursachung durch Gegenstände ausgeschlossen werden, die aus Kraftfahrzeugen geworfen worden seien. Das Gelände sei ausgesprochen steil und werde weder von Wegen noch von Straßen gesäumt, erklärte die Staatsanwaltschaft.
177 Hinweise seien eingegangen. Keiner davon habe zu einem Ermittlungsansatz von relevanter Bedeutung geführt. Darüber hinaus teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass die Auswertung der Funkzellendaten abgeschlossen sei. „Hieraus haben sich keine für die Ermittlungen relevanten Erkenntnisse ergeben“, hieß es.