Panorama

Hohes Venn: Keine gefährliche Luftbelastung im Raum Aachen

Der Brand im Hohen Venn sorgt für starken Geruch auch in der eng angrenzenden Region Aachen. Warum Experten trotzdem Entwarnung geben und welche Vorsichtsmaßnahmen dennoch empfohlen werden.

19.08.2026

Der Großbrand im Hohen Venn hat Auswirkungen weit über das unmittelbare Einsatzgebiet hinaus.Bruno Fahy//dpa

Der Großbrand im Hohen Venn hat Auswirkungen weit über das unmittelbare Einsatzgebiet hinaus.Bruno Fahy//dpa

© Bruno Fahy//dpa

Trotz des weithin wahrnehmbaren Brandgeruchs auch auf deutscher Seite wegen des anhaltenden Großfeuers im Naturschutzgebiet Hohes Venn gibt es eine Entwarnung für die angrenzende Städteregion Aachen: Die gemessenen Schadstoffkonzentrationen in der Luft liegen alle unterhalb der Orientierungs- und Grenzwerte für schwere gesundheitliche Auswirkungen, wie die Städteregion mitteilte.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) Nordrhein-Westfalen habe an zahlreichen Orten mit zwei Messfahrzeugen kontrolliert, etwa im Bereich von Kitas, Altenheimen, Arztpraxen und Krankenhäusern. Allgemein würden bei Waldbränden natürlich Luftschadstoffe freigesetzt, stellte die Behörde fest. Bei den Messungen sei insbesondere eine erhöhte Belastung bei Feinstaub registriert worden. 

Geruch bedeutet nicht automatisch Gefahr

Auch, wenn viele Menschen durch den Brand auf der belgischen Seite des Hohen Venns verunsichert seien, gelte aber: „Die Geruchwahrnehmungsschwelle ist bei Brandgasen sehr niedrig, so dass sie früh und lange geruchlich wahrgenommen werden können, ohne dass möglicherweise gefährliche Konzentrationen erreicht werden.“

Allerdings sei Brandgeruch nie gesund, mahnte das LANUK. Daher würden vorsorgliche Empfehlungen, wie Fenster und Türen möglichst geschlossen zu halten und Aktivitäten im Freien zu reduzieren, aufrechterhalten.