Panorama

Hitze-Koller vermeiden: Der Router muss an die frische Luft

Auch wenn die Geräte ansehnlicher geworden sind: Viele verbannen Router lieber aus dem Blickfeld, stecken sie etwa in einen Schrank. Verständlich, aber gerade bei hohen Temperaturen nicht sinnvoll.

29.06.2026

Gehört nicht in den Schrank: Gerade bei hohen Temperaturen sollte der Router möglichst frei und fern direkter Sonneneinstrahlung stehen.picture alliance/dpa/dpa-tmn

Gehört nicht in den Schrank: Gerade bei hohen Temperaturen sollte der Router möglichst frei und fern direkter Sonneneinstrahlung stehen.picture alliance/dpa/dpa-tmn

© picture alliance/dpa/dpa-tmn

Router sind auch nur Computer - und die mögen allzu große Hitze nicht. Erwärmt sich ihr Prozessor zu stark, schalten sich die Geräte ab, nichts geht mehr. Und schon bevor es so weit kommt, kann es bei vielen Funktionen bis hin zum essenziellen WLAN zu Störungen und Ausfällen kommen. Oder man wird vielleicht von nervigen Neustarts überrascht.

Um das zu verhindern, rät etwa AVM, der Hersteller der verbreiteten Fritzbox-Router, die Geräte möglichst frei aufzustellen und dabei Folgendes zu beachten:

  • Router nicht in einen Schrank stecken und nicht in Gehäuse oder Verschläge einbauen.
  • Darauf achten, dass die Lüftungsschlitze frei sind.
  • Router und Netzteil keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzen.
  • Router nicht direkt neben Geräte platzieren, die ebenfalls Wärme produzieren.
  • Router nicht auf Teppiche oder gepolsterte Möbelstücke stellen.

120 Grad als absolutes Limit - meist ist der Ofen aber früher aus

Wer sich dafür interessiert, welche Temperaturen in einer Fritzbox herrschen, kann einfach über den Browser mit der Adresse „fritz.box“ das Einstellungsmenü aufrufen und dann unter „System/Energiemonitor/Statistik/CPU-Temperatur“ nachschauen.

Dort zeigt ein Diagramm den Verlauf der Temperaturentwicklung des Hauptprozessors (CPU) in den letzten 24 Stunden. Mit einer Linie rot markiert ist der Wert von 120 Grad. Das ist aber die absolute Obergrenze, Störungen und Funktionsausfälle kann es schon viel früher geben.

Putzen und kühlen - Neustart ist nicht nachhaltig

Grundsätzlich lohnt es sich auch, den Router und seine Umgebung sauber zu halten, damit sich erst gar keine größeren Mengen Staub im Inneren sammeln können. Denn auch dies kann zur Überhitzung führen.

Hat man gerade keine Zeit oder keine Möglichkeit, dem Router eine Abkühlpause zu gönnen oder einen besseren Standort zu suchen, kann das Gerät auch von außen gekühlt werden, etwa mit einem Ventilator oder einem Notebook-Kühler.

Denn zu heiß bleibt zu heiß: Auch wenn ein Neustart vielleicht vorübergehend Abhilfe schafft, treten die Probleme mit hoher Wahrscheinlichkeit gleich wieder ein, wenn die Temperatur im Gerät nicht sinkt.

Hochkant, aufgebockt oder an die Wand - 3 weitere Lösungen

Steht der Router eigentlich relativ frei und wird trotzdem zu warm, kann es auch einen Unterschied machen, wenn man das

  • Gerät hochkant hinstellt, falls der Hersteller dies vorgesehen hat,
     
  • das Gerät weiter von der Standfläche entfernt, es also etwas aufbockt, beispielsweise mit vier Drehverschlüssen von Getränkeflaschen oder - je nach gewünschter Höhe - mit den Scheiben eines geviertelten oder zwei halbierten Korken,
     
  • das Gerät an der Wand montiert - viele Hersteller legen ihren Geräten Bohrschablonen und oft sogar Befestigungsmaterial bei.

Rätselhafte thermische Probleme - vielleicht ist ein Update überfällig

Selten, aber ebenfalls eine mögliche Ursache bei thermischen Problemen: Der Router überhitzt, weil nicht die aktuellste Firmware installiert ist. Also am besten einmal im Einstellungsmenü prüfen, ob nicht vielleicht ein Update vorliegt.