Hitze-Einsätze in Seniorenheimen - mehr Schutz gefordert
Patientenschützer Eugen Brysch fordert von der Politik mehr Investitionen in den Hitzeschutz von Pflegeheimen. In Krefeld und Dormagen werden Seniorinnen und Senioren aus überhitzten Räumen gerettet.
Ein Seniorenheim in Dormagen wurde aufgrund der hohen Temperaturen evakuiert.Henning Kaiser/dpa
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Angesicht der besonders für alte Menschen riskanten Hitze hat die Stiftung Patientenschutz die Politik in Bund und Ländern zu mehr Investitionen in Pflegeheimen aufgefordert. „Wieder leiden viele der 800.000 Pflegeheimbewohner unter den extremen Temperaturen“, kritisierte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. „Bestandsbauten müssen endlich den klimatischen Bedingungen angepasst werden.“ Bei Neubauten dürfe es nicht wärmer als 25 Grad in den Räumen werden, forderte er.
Zwar hätten viele Einrichtungen Hitzeschutzpläne auf den Weg gebracht. Auf Seiten von Bund und Ländern bleibe es aber bisher bei „reinen Aktionismus“. Die Bundesregierung müsse noch in diesem Jahr verbindliche Investitionen zusagen. Und auch in den Ländern fehlten überzeugende Anstrengungen. „Die Papiere und Konzepte enden dort, wo der Patientenschutz Geld und Personal kostet“, sagte Brysch der Deutschen Presse-Agentur.
In Senioren-Einrichtungen in Dormagen und Krefeld in Nordrhein-Westfalen mussten zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner mit Gesundheitsproblemen aus überhitzten Gebäudebereichen in Sicherheit gebracht werden.