Haalands „Haustier“ - Das hilft gegen Waschbären
Besuch von einem Waschbären: Was putzig klingt, kann ordentlich nerven, wenn Müll durchwühlt und der Dachboden besetzt wird. Mit diesen Tipps gelingt die Verteidigung gegen die pelzigen Tonnenstürmer.
Pelziger Pensionsgast: Waschbären können etwa an Regenröhren hochklettern und sich Zugang zum Dachboden verschaffen.Britta Pedersen/dpa
© Britta Pedersen/dpa
„Er ist mir nach Hause gefolgt“, erklärte Erling Haaland zu Bildern, die ihn mit einem Waschbären zeigen. Für Norwegens Stürmer ist das ausgestopfte Tier ein Souvenir, lebende Exemplare sind zumindest bei Haus- und Gartenbesitzern meist weniger willkommen.
Waschbären leben zwar eigentlich in Wäldern, haben sich aber sehr gut an den menschlichen Lebensraum angepasst. Dort kippen die kletterfreudigen Allesfresser auf Futtersuche Mülltonnen um oder richten sich auf dem Dachboden oder in der Garage häuslich ein.
Damit das nicht passiert, haben Tier-Experten von Nabu, Peta und Vier Pfoten einfache Tipps.
Das hilft gegen Waschbären rund ums und im Haus:
1. Müll-Büffet schließen
Mülltonnen sollten nach Möglichkeit mindestens einen halben Meter von Zäunen, Mauern oder herabhängenden Ästen entfernt stehen, damit die Tiere sie nicht als Kletterhilfe nutzen können. Fest verschließen kann man sie etwa mit starken Spanngummis. Noch sicherer: abschließbare Behälter.
Gelbe Säcke stellt man am besten erst am Morgen der Abholung nach draußen oder lagert sie bis dahin in verschließbaren Boxen.
Hunde und Katzen sollte man lieber nicht im Garten füttern - zumindest kein Futter über Nacht im Freien stehen lassen. Auch Komposthaufen sind für Waschbären attraktiv, daher gilt der Rat: Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Brot und Obst nicht auf den offenen Kompost werfen.
2. Kletterhilfen kappen
Bäume und Sträucher, deren Äste bis an das Dach reichen, sollte man großzügig zurückschneiden. Regenfallrohre können mit einer glatten Blechmanschette ummantelt werden. An dem glatten Material finden die geschickten Kletterer keinen Halt.
Ein stabiles Metallgitter auf dem Schornstein kann Waschbären einen weiteren Zugang versperren. Auch lose Dachziegel, Öffnungen am Dach und andere mögliche Einstiege sollten kontrolliert und mit soliden Materialien verschlossen werden. Katzenklappen bleiben nachts besser zu oder werden durch ein Modell ersetzt, das sich nur für das gechipte Haustier öffnet.
3. Gerüche und Geräusche einsetzen
Waschbären verfügen über einen ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn und sind sehr aufmerksam. Das kann man ausnutzen. Geräusche, etwa von einem laufenden Radio, können zudringliche Tiere vertreiben. Bewegungsmelder mit Lichtquellen oder welche, die automatisch Wasser versprühen, können ebenfalls abschrecken.
Auch auf Gerüche reagieren die schwarzweißen Besucher, etwa Essig, Lavendel, Chili, Cayennepfeffer, Pfefferminzöl oder Zitrusfrüchte, die man im Garten verteilt. Außerdem kann man eine viel benutzte Hundedecke an einem möglichen Zugang auslegen oder kleine Säckchen mit Hundehaaren aufhängen
Allerdings hält das Waschbären nicht unbedingt dauerhaft fern. Das gelingt nur, wenn gleichzeitig alle erreichbaren Nahrungsquellen und Schlupflöcher beseitigt werden - sonst kehren die anpassungsfähigen Tiere möglicherweise zurück oder gewöhnen sich an die Störung.
... und was tun, wenn der Waschbär schon im Haus ist?
Ist ein Waschbär ins Haus gelangt, sollte man Abstand halten und das Tier nicht bedrängen oder anfassen. Türen oder Fenster können ihm einen Fluchtweg nach draußen eröffnen. Lässt sich die Situation nicht sicher lösen, sollte man eine Wildtierhilfe oder eine andere fachkundige Stelle kontaktieren.
Vorsicht: Waschbären-Kot sollte wegen möglicher Krankheitserreger nur mit Handschuhen aufgenommen, in einem doppelten Plastikbeutel verpackt und über den Restmüll entsorgt werden. Anschließend die betroffene Stelle gründlich reinigen.