Gut durch den Winter: Was der Gartenboden jetzt braucht
Abgeerntet heißt nicht ungeschützt: Wie Pflanzenreste und Gründüngung dem Gartenboden durch den Winter helfen und warum es sich lohnt, die Erde jetzt nicht sich selbst zu überlassen.
Weniger ist mehr: Umgraben ist oft gar nicht nötig, um den Gartenboden auf die nächste Saison vorzubereiten.picture alliance / dpa-tmn
© picture alliance / dpa-tmn
Die Beete sind abgeerntet: Jetzt ist die richtige Zeit, um den Boden für die nächste Saison vorzubereiten. Dafür muss man nicht einmal zum Spaten greifen. Oft reichen schon ein paar einfache Kniffe, um die Erde fit für das kommende Gartenjahr zu machen.
Boden lockern
Wer seine Beete für die nächste Saison in Form bringen möchte, muss den Boden nicht unbedingt umgraben. Wenn die Erde eine gute Struktur hat und nicht verdichtet ist, reicht es laut dem Industrieverband Agrar (IVA) meist, sie bei trockenem Wetter vorsichtig mit einer Grabegabel oder einem Sauzahn aufzulockern.
Kompost ausbringen
Der Herbst ist eine gute Zeit, um den Gartenboden mit reifem Kompost zu versorgen. Er gibt dem Boden Nährstoffe, fördert das Bodenleben und hilft, Feuchtigkeit und Nährstoffe besser zu halten. Auch ohne eigenen Komposthaufen lässt sich der Boden versorgen: Fertiger Gartenkompost ist im Gartencenter erhältlich.
Verteilen Sie den Kompost dafür gleichmäßig in einer dünnen Schicht auf dem Beet. Es ist nicht nötig, ihn tief einzuarbeiten - Regenwürmer und andere kleine Helfer im Boden bauen das organische Material nach und nach ab und wandeln es in wertvollen Humus um.
Mulchen mit Laub
Statt Herbstlaub zu entsorgen, kann man es auch einfach auf den Beeten verteilen. Dort schützt es den Boden vor Kälte, hält die Feuchtigkeit und gibt beim Verrotten nach und nach Nährstoffe ab. Dafür reicht eine fünf bis zehn Zentimeter dicke Laubschicht. Etwas Erde darüber verhindert, dass der Wind die Blätter wegweht.
Eine andere Möglichkeit ist, das Laub leicht in die obere Bodenschicht einzuarbeiten - dadurch verrottet es schneller. Auch Rasenschnitt kann man zum Mulchen der Beete verwenden, sofern er vorher leicht angetrocknet ist.
Erde nicht unbedeckt lassen
Wer im November noch Gründüngung aussäen möchte, kann dafür etwa Winterroggen wählen. Auch bereits vorhandene Gründüngung bleibt dem Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands zufolge am besten meist bis zum Frühjahr stehen. Abgefrorene oder abgeschnittene Pflanzen können auf dem Beet liegen bleiben und den Boden mit organischem Material versorgen.
Wichtig ist, die Erde möglichst nicht unbedeckt zu lassen, damit nicht zu viele Nährstoffe aus dem Boden gespült werden.
Eine Schicht Herbstlaub schützt den Boden vor Kälte und gibt beim Verrotten Nährstoffe ab.picture alliance / dpa-tmn
© picture alliance / dpa-tmn
Lockern statt umgraben: Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Boden pflegen, ohne ihn komplett auf den Kopf zu stellen.picture alliance/dpa/dpa-tmn
© picture alliance/dpa/dpa-tmn