Goldmünzen im Kochtopf: Festnahme nach Betrugsmasche
Dreiste Masche: Drei Männer bringen eine Seniorin aus dem Raum Lübeck dazu, Goldmünzen im Wert von 30.000 Euro in einem Kochtopf zu verstecken. Doch der Coup endet abrupt.
Drei mutmaßlich falsche Polizisten haben Ermittler in Schleswig-Holstein festgenommen. (Symbolbild)Marcus Brandt/dpa
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Spezialkräfte aus Schleswig-Holstein haben drei mutmaßlich falsche Polizisten aus dem nordrhein-westfälischen Bocholt festgenommen. Zwei Männern im Alter von 23 und 29 Jahren wird vorgeworfen, bei einer 86-Jährigen aus dem Raum Lübeck unter der Legende der falschen Polizeibeamten mehrere Goldmünzen im Gesamtwert von rund 30.000 Euro erbeutet zu haben, wie das Landeskriminalamt berichtete.
Der Seniorin sollen sie zuvor suggeriert haben, dass eine Diebesbande in ihrem Umfeld unterwegs sei und ihre Wertsachen bei der Bank nicht sicher seien. Das Opfer leistete den Anweisungen der angeblichen Polizei Folge, holte ihre Wertsachen von der Bank nach Hause und legte sie zur Abholung in einen Kochtopf.
Observation
Doch das Trio kam mit seiner Beute nicht weit. Nach Ermittlungen und Observationsmaßnahmen stoppen Einsatzkräfte die Männer nach der Tat am 30. März auf dem Weg Richtung Hamburg.
Mittlerweile erließ das Amtsgericht Lübeck Haftbefehle gegen sie. Die Ermittler des Landeskriminalamtes prüfen nun, ob den Männern weitere, ähnlich gelagerte Fälle zugeordnet werden können.