Panorama

Gesundheitsrisiko Eichenprozessionsspinner: Was tun?

Juckreiz, Quaddeln, Husten: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners können Menschen empfindlich treffen. Worauf man achten sollte, wenn man Befall entdeckt - und was bei Hautkontakt gilt.

28.05.2026

Schädling, der auch Menschen und Tieren schaden kann: Eichenprozessionsspinner-Befall an einer Eiche.Philip Dulian/dpa

Schädling, der auch Menschen und Tieren schaden kann: Eichenprozessionsspinner-Befall an einer Eiche.Philip Dulian/dpa

© Philip Dulian/dpa

Die Raupen sehen harmlos aus, können für Menschen aber zum Gesundheitsrisiko werden: Mit dem Frühjahr beginnt auch wieder die Saison des Eichenprozessionsspinners. Davor warnen Behörden und Gesundheitsexperten.

Problematisch an den Raupen sind ihre feinen Brennhaare. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein und können bei Kontakt Hautreizungen mit starkem Juckreiz und Quaddeln auslösen. Auch Augenreizungen, Husten oder asthmaartige Beschwerden sind möglich. 

Besonders tückisch: Die Haare brechen leicht ab und können durch den Wind verteilt werden. Sie bleiben zudem lange in der Umgebung erhalten - etwa in alten Nestern oder am Boden.

Die Raupen leben vor allem auf Eichen und bewegen sich oft in langen Reihen fort, was zu ihrem Namen geführt hat. Befallen sind häufig einzelne Bäume an Straßen, in Parks, an Waldrändern oder auf Spiel- und Sportplätzen.

Was tun, wenn man Raupen oder Gespinste entdeckt? 

  • Abstand halten, und zwar 10 bis 15 Meter, und weder Tiere noch Nester berühren. Das gilt auch für alte Gespinste.
  • Auch im eigenen Garten: Nester keinesfalls selbst entfernen! Zuständig sind Fachfirmen oder die jeweiligen Kommunen. 
  • Befallene Bereiche möglichst meiden, Kinder und Hunde fernhalten, gerade für Hunde kann das Nesselgift der Raupen gefährlich sein.
  • Lässt sich ein Aufenthalt in der Nähe befallener Bäume nicht vermeiden, kann lange Kleidung helfen, Hautkontakt zu reduzieren. 
  • Nach möglichem Kontakt: duschen, Haare waschen und getragene Kleidung separat reinigen.
  • Wer anhaltende oder schwere Reaktions-Symptome hat, sollte eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.