Panorama

„Galungan“-Fest: Bali feiert die Rückkehr der Ahnen

Geschmückte Bambusstangen und farbenfrohe Opfergaben: „Galungan“ steht auf Bali für die Rückkehr der Ahnen und den Triumph des Guten über das Böse. Auch für Touristen ein besonderes Erlebnis.

17.06.2026

Sarongs und bunte Körbe gehören auf Bali zu „Galungan“ dazu.Carola Frentzen/dpa

Sarongs und bunte Körbe gehören auf Bali zu „Galungan“ dazu.Carola Frentzen/dpa

© Carola Frentzen/dpa

Der Duft von Lotus- und Frangipani-Räucherstäbchen hängt süß in der Luft, aus den Häusern erklingt traditionelle Gamelan-Musik: Mit Opfergaben und farbenprächtigen Tempelzeremonien haben Millionen Hindus auf Bali die symbolische Rückkehr ihrer Ahnen gefeiert. Das „Galungan“-Fest, einer der wichtigsten religiösen Feiertage auf der indonesischen Insel, symbolisiert nach dem örtlichen Glauben den Sieg des Guten über das Böse - und die zeitweilige Heimkehr der Geister verstorbener Vorfahren zu ihren Familien. 

Schon am frühen Morgen brachten die Menschen in Tempeln und Schreinen Opfergaben.Carola Frentzen/dpa

Schon am frühen Morgen brachten die Menschen in Tempeln und Schreinen Opfergaben.Carola Frentzen/dpa

© Carola Frentzen/dpa

Für ausländische Besucher bot das Fest schon seit den frühen Morgenstunden einen seltenen Einblick in die religiösen Traditionen der „Insel der Götter“, die trotz des Massentourismus bis heute fest im Alltag der Insel verankert sind. Schon seit Tagen hatten sich die Menschen auf „Galungan“ vorbereitet. „Das ist eine ganz besondere Feier für uns. Sie ist sehr wichtig, um alles in der Balance zu halten“, sagte Desi, Mitarbeiterin eines Hotels im bei Urlaubern aus aller Welt beliebten Ort Ubud.

Geschmückte Bambusstangen prägen das Straßenbild

Vor Häusern, Geschäften und Tempeln wurden die charakteristischen Penjor aufgestellt – meterhohe, geschwungene Bambusstangen, die mit Palm- und Kokosblättern, Früchten und anderen Naturmaterialien geschmückt sind. Sie symbolisieren Wohlstand und Dankbarkeit und sollen zugleich an den heiligen Vulkan Gunung Agung erinnern, das spirituelle Zentrum des balinesischen Hinduismus. Auch Touristen durften sich in den vergangenen Tagen an der Dekoration der Penjor beteiligen.

Die festlich geschmückten Penjor symbolisieren Wohlstand und Dankbarkeit.Carola Frentzen/dpa

Die festlich geschmückten Penjor symbolisieren Wohlstand und Dankbarkeit.Carola Frentzen/dpa

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Familien besuchten Tempel, sprachen Gebete und brachten den Göttern sowie ihren Ahnen Opfergaben dar. Die meisten Balinesen trugen traditionelle Festkleidung mit dem traditionell gewickelten Sarong, die Frauen balancierten bunte Flechtkörbe auf dem Kopf. 

Auch die Kleinsten dürfen bei „Galungan“ mitfeiern.Carola Frentzen/dpa

Auch die Kleinsten dürfen bei „Galungan“ mitfeiern.Carola Frentzen/dpa

© Carola Frentzen/dpa

Statt auf den Tourismus konzentrierte sich das öffentliche Leben für einen Tag stark auf Familie, Gemeinschaft und Spiritualität. Die Festzeit endet nach zehn Tagen mit „Kuningan“. Dann kehren die Ahnen nach balinesischem Glauben wieder in die spirituelle Welt zurück.

Viele Frauen balancierten bunte Flechtkörbe mit Opfergaben auf dem Kopf. Carola Frentzen/dpa

Viele Frauen balancierten bunte Flechtkörbe mit Opfergaben auf dem Kopf. Carola Frentzen/dpa

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Überall waren die charakteristischen Penjor aufgestellt – aufwendig geschmückte Bambusstangen.Carola Frentzen/dpa

Überall waren die charakteristischen Penjor aufgestellt – aufwendig geschmückte Bambusstangen.Carola Frentzen/dpa

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Die meterhohen, geschwungenen Penjor gehören auf Bali zum „Galungan“-Fest dazu.Carola Frentzen/dpa

Die meterhohen, geschwungenen Penjor gehören auf Bali zum „Galungan“-Fest dazu.Carola Frentzen/dpa

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Die meisten Balinesen waren in traditionelle Festkleidung gehüllt.Carola Frentzen/dpa

Die meisten Balinesen waren in traditionelle Festkleidung gehüllt.Carola Frentzen/dpa

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In vielen Tempeln sammelten sich Opfergaben wie saftige Früchte.Carola Frentzen/dpa

In vielen Tempeln sammelten sich Opfergaben wie saftige Früchte.Carola Frentzen/dpa

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Die Opfergaben in Schreinen zierten auch das Straßenbild.Carola Frentzen/dpa

Die Opfergaben in Schreinen zierten auch das Straßenbild.Carola Frentzen/dpa

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„Galungan“ endet nach zehn Tagen mit dem Fest „Kuningan“.Carola Frentzen/dpa

„Galungan“ endet nach zehn Tagen mit dem Fest „Kuningan“.Carola Frentzen/dpa

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