Fünf Zonen: So sieht ein kinderfreundlicher Garten aus
Spielen, entdecken, toben: Gärten sind etwas Tolles für kleine Menschen. Doch nicht jeder Garten ist kindersicher - und kindgerecht. Worauf Eltern achten können.
Klare Zonen schaffen: Spielbereich, Naschgarten, Blumenbeete und Kräutergarten sorgen für Struktur und Sicherheit im Garten.Christin Klose/dpa-tmn
© Christin Klose/dpa-tmn
Wer kleine Kinder hat, kennt es: Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wird gepackt – und gerne mal in den Mund gesteckt. Auch im eigenen Garten kann das gefährlich werden, etwa wenn dort Engelstrompete oder Rittersporn wachsen. Denn die können, einmal in den Mund genommen, zu schweren Vergiftungen führen. Und auch Begegnungen mit Dornen oder Pflanzen mit spitzen Blättern können für den Nachwuchs unangenehm werden.
Wer das und Ähnliches verhindern möchte, setzt am besten auf einen kinderfreundlichen Garten – ohne Giftpflanzen, dafür mit vielen Kräutern und Blumen zum Lernen und Pflücken. Laut der Aktion Das sichere Haus (DSH) kann man sich für dessen Planung an fünf verschiedenen Zonen orientieren:
- eine Spielzone
- einen Naschgarten
- Blumenbeete
- einen Duft- und Kräutergarten
- eine fünfte, abgegrenzte Zone
Raum zum Spielen und Gärtnern gestalten
Die Spielzone besteht vor allem aus einem: möglichst viel freier Fläche zum Spielen – und für Sandkasten, Trampolin und Co. Hier sollte laut der DSH dann auch ausschließlich Ungiftiges gepflanzt werden. Sträucher mit giftigen Beeren oder Dornen gehören nicht direkt an Sandkästen oder Trampolinränder. Rat: Je kleiner die Kinder, desto größer sollte der Spielbereich sein.
Im Nasch- und Gemüsegarten pflanzt man allerlei Essbares – am besten solches, das Kinder sicher identifizieren können, Erdbeeren zum Beispiel. Doch Vorsicht: Entfernen Sie Fallobst hier regelmäßig. Es zieht Wespen an und wird schnell mal zur Rutschgefahr.
Für den Duft- und Kräutergarten eignen sich Kräuter, die robust sind, schnell wachsen und sich gut zum gemeinsamen Pflücken, Probieren und Hantieren in der Küche eignen. Laut der DSH sind das unter anderem Zitronenmelisse oder Lakritz-Tagetes. Hinweis: Bei Kräutern mit intensiven ätherischen Ölen kann es bei empfindlichen Kindern zu Hautreizungen kommen. Ein Beispiel ist Oregano.
Mit Blumenbeeten wird es bunt im Garten. Und der Nachwuchs kann hier säen, gießen, pflücken – am besten pflegeleichte Zierpflanzen. Ungiftig sind laut der DSH etwa Sonnenblumen, Dahlien, Stiefmütterchen und Ringelblumen.
Wann Zäune sinnvoll sind
Die fünfte Zone ist für alle gedacht, die auf die ein oder andere problematische Pflanze nicht verzichten mögen: Innerhalb eines durchgängigen Zauns darf dort wachsen und wuchern, was nicht in Kinderhände gehört. Allerdings sollte man der DSH zufolge auch in einem umzäunten Bereich auf stark giftige Pflanzen wie Finger- oder Eisenhut verzichten.
Im kinderfreundlichen Garten sind übrigens nicht nur Giftpflanzen tabu. Auch Wasserstellen oder herumliegende Geräte können gefährlich werden. Räumen Sie Gartengeräte also immer außer Reichweite der Kleinen. Gartenteiche und Pools sollten ebenfalls durch einen Zaun gesichert werden. Dieser sollte mindestens einen Meter hoch sein.