Frauenleiche gefunden - Staatsanwalt prüft Haftbefehl
Nach dem Fund einer Frauenleiche prüft die Staatsanwaltschaft, ob sie einen Haftbefehl gegen den Mann einer vermissten 46-Jährigen beantragt. Der 51-Jährige hatte noch Interviews gegeben.
Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen auf einem Recyclinghof, auf dem nach der Frau gesucht wurde. Thomas Banneyer/dpa
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Nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Waldstück bei Zülpich gehen die Ermittler weiter davon aus, dass es sich um eine 46-jährige Vermisste aus Euskirchen handelt. Ihr Mann (51) war am Donnerstag unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft Bonn prüft laut einem Sprecher, ob sie einen Haftbefehl gegen ihn beantragt. Laut Polizei schweigt der Verdächtige bisher.
Der Ehemann hatte während der Suche nach der zu diesem Zeitpunkt noch als vermisst gemeldeten Frau noch Interviews gegeben. Laut „Bild“ sagte er am Donnerstagnachmittag einem Reporter, er habe nichts mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun. Zu „RTL“ sagte der Ehemann, ihm sei am Vormittag ein dunkles Auto aufgefallen. Stunden später wurde der 51-Jährige festgenommen.
Zunächst Suche auf Recyclinghof
Die Polizei hatte zunächst einen Recyclinghof durchsucht, weil der Ehemann dort nach eigenen Worten Müll von einem Wasserschaden hingebracht hatte. Später wurde dann die Leiche einer Frau im Wald entdeckt. Die Polizei teilte am Donnerstagabend mit, dass es keinen Zweifel daran gebe, dass es sich um die Vermisste handele. Endgültige Klarheit solle eine rechtsmedizinische Untersuchung bringen. Deren Ergebnis stand am Freitag laut Staatsanwaltschaft zunächst noch aus.
Wie ein Polizeisprecher sagte, wollte der Mann sich bislang nicht zu den Vorwürfen einlassen. Daher könne man auch nichts zu einem möglichen Motiv sagen.
Die 46-Jährige zweifache Mutter war seit dem vergangenen Freitag vermisst worden. Nach ersten Polizeiangaben hatte sie an dem Morgen um 10.00 Uhr ihre Wohnung verlassen und war mittags nicht zur Arbeit erschienen. Die Polizei beschrieb sie als sehr zuverlässig.
Das THW unterstütze die Polizei. Thomas Banneyer/dpa
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