Panorama

Erneut weniger Drogentote in NRW

Nach mehreren Negativ-Rekordjahren ist die Zahl der Drogentoten in Nordrhein-Westfalen erneut gesunken. Gefährlich bleibt der Mischkonsum verschiedener Rauschgifte.

12.04.2026

Die Zahl der Drogentoten in NRW ist erneut gesunken. (Symbolbild)Felix Zahn/dpa

Die Zahl der Drogentoten in NRW ist erneut gesunken. (Symbolbild)Felix Zahn/dpa

© Felix Zahn/dpa

Die Zahl der Drogentoten ist in Nordrhein-Westfalen erneut gesunken. Im vergangenen Jahr starben noch 709 Menschen an den Folgen ihres Rauschgiftkonsums, wie ein Sprecher des NRW-Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das waren 60 Todesopfer weniger als im Jahr 2024, was einem Rückgang um 7,8 Prozent entspricht. 

Damit ist die Zahl der Drogentoten im zweiten Jahr in Folge rückläufig. Zuvor hatte sie sich jahrelang massiv erhöht auf einen Negativrekord von 872 Todesopfern im Jahr 2023. Im Jahr 2015 hatte die Zahl der Drogentoten noch bei 181 gelegen. 

Mischkonsum bleibt gefährlich

Während die Todesfälle durch den Mischkonsum verschiedener Substanzen im vergangenen Jahr zunahmen, waren die Todesfälle durch Langzeitschäden um fast 28 Prozent rückläufig. Bei 286 Menschen waren Langzeitschäden als Todesursache angegeben worden - nach 396 im Vorjahr. Auch die Todesfälle bei Konsum eines einzelnen Rauschgifts gingen zurück.

Zuvor hatte der Mischkonsum synthetischer Opioide die Todesrate besonders stark in die Höhe getrieben. Synthetische Opioide wie Fentanyl, auch als „Zombie-Droge“ bekannt, sind 100-mal tödlicher als Heroin. Statt 200 Milligramm Heroin reichen für eine tödliche Überdosis bereits 2 Milligramm Fentanyl. Dabei wird das Atemzentrum gelähmt.

Ein Mann hält eine Heroinspritze an seinen Arm. (Symbolbild)picture alliance / dpa

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