Panorama

Doch Ermittlungen nach Macheten-Überfall auf Kiosk

Der Überfall zweier sehr junger Verdächtiger, bei dem der Kioskbesitzer einen Teil des Daumens verlor, heizte die Debatte über Strafmündigkeit an. Nun zeigt sich: Einer der beiden war doch älter.

23.04.2026

Bei dem brutalen Raubüberfall war der Kioskbesitzer schwer verletzt worden. (Symbolbild)Lino Mirgeler/dpa

Bei dem brutalen Raubüberfall war der Kioskbesitzer schwer verletzt worden. (Symbolbild)Lino Mirgeler/dpa

© Lino Mirgeler/dpa

Nach dem brutalen Raubüberfall mit einer Machete auf einen Kioskbesitzer in Dortmund ermittelt die Polizei nun doch gegen einen der beiden sehr jungen mutmaßlichen Tätern. Wie sich gezeigt habe, sei einer der beiden Verdächtigen zum Zeitpunkt der Tat Ende November 2025 doch bereits 14 Jahre alt gewesen, sagte Staatsanwalt Carsten Dombert auf Nachfrage der dpa. 

Ursprünglich waren die Ermittler davon ausgegangen, es mit zwei 13-Jährigen und damit strafunmündigen Tatverdächtigen zu tun zu haben. Nun läge für einen der beiden allerdings eine Geburtsurkunde vor, die etwas anderes belege. Die Personaldaten seien aus Syrien angefordert worden, sagte Dombert. 

In Deutschland beginnt die strafrechtliche Verantwortung eines Menschen mit dem 14. Geburtstag. Der brutale Vorfall hatte die Debatte um eine Herabsetzung dieser Altersgrenze befeuert. Die „Ruhr Nachrichten“ hatten zuvor berichtet. 

Gemeinsam mit einem 13-jährigen Komplizen soll der Tatverdächtige einen Kiosk mit einer Machete überfallen und den Betreiber schwer verletzt haben. Dem Betreiber war dabei ein Teil seines Daumens abgetrennt worden. 

Beide hätten den bisherigen Ermittlungen zufolge einen gemeinsamen Tatplan ausgeführt. Daher müsse sich der 14-Jährige voraussichtlich auch den Tatbeitrag des Jüngeren anrechnen lassen, wenngleich er es nicht gewesen sein soll, der die Machete einsetzte, so Dombert. Die Ermittlungen dauerten an.