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Diese drei einfachen Brandschutz-Tipps retten Leben

Rauchmelder sollten mittlerweile in jeder Wohnung hängen. Aber im Brandfall gibt es einige andere Alltagshindernisse, die den Weg nach draußen erschweren. Und dann ist da noch die Sache mit den Türen.

07.09.2026

Nichts wie raus! Wer nachts vor einem Feuer aus der Wohnung fliehen muss, kann sich nicht lange mit Hindernissen aufhalten.picture alliance / dpa

Nichts wie raus! Wer nachts vor einem Feuer aus der Wohnung fliehen muss, kann sich nicht lange mit Hindernissen aufhalten.picture alliance / dpa

© picture alliance / dpa

Es ist mitten in der Nacht, der Rauchmelder schreit los - kein Fehlalarm. Nun zählt jede Sekunde auf dem Weg aus der Wohnung an die rettende Luft. Wer aus der eigenen Wohnung vor einem Feuer fliehen muss, kann sich nicht noch mit Stolperfallen und verschlossenen Türen aufhalten. Diese drei Hinweise verschaffen Ihnen im Ernstfall den vielleicht entscheidenden Vorteil:

1. Fluchtwege freihalten - und kennen

Dieser Tipp vom Deutschen Feuerwehrverband klingt simpel, hat es aber in sich. Jeder Wäschekorb, jedes Paar Schuhe, jede Mülltüte im Flur kann auf dem hektischen Weg nach draußen, womöglich bei Dunkelheit, zur gefährlichen Stolperfalle werden. Halten Sie also alle Laufwege zur Wohnungstür frei. In Mehrparteienhäusern gilt das auch für das Treppenhaus und die Flure. Dort darf nichts im Weg herumliegen.

Apropos Laufwege: Die Wohnungstür muss nicht immer der einzige Fluchtweg sein. In größeren Wohnungen oder Häusern können andere Wege kürzer und ungefährlicher sein. Oft hilft es schon, das eigene Heim einmal mit Blick auf den Fluchtweg abzulaufen und das mit der Familie abzusprechen.

2. Endgegner Wohnungstür

Ja, die wird häufig nachts von innen abgeschlossen - manchmal aus guten Gründen. Im Fluchtfall will aber niemand lange nach Schlüsseln suchen. Tragisch, wenn der Weg in Sicherheit an der verschlossenen Wohnungstür endet. 

Also der Tipp der Initiative Rauchmelder retten Leben: Den Schlüssel nah an der Tür platzieren. Achten Sie dabei darauf, dass man ihn nicht durch den vielleicht vorhandenen Briefschlitz erreichen und herausangeln kann. Ein Haken oder ein Magnet in Griffhöhe an der Tür sind hier einfache Lösungen.

3. Die Schlafzimmertür - auf oder zu?

Eine Geschmacksfrage. Viele schlafen mit offener Tür, das ist vor allem bei kleinen Schlafzimmern auch eine Komfortfrage. Aber aus Sicht des Brandschutzes sollte man diese Gewohnheit mal infrage stellen: Denn wenn es brennt, bremst jede geschlossene Tür auch die Ausbreitung des tödlichen Brandrauches. 

Die belgische Initiative Mach die Tür zu rät daher: Schließen Sie die Innentüren im Haus. Dadurch bleibt mehr Zeit, sich und die Familie in Sicherheit zu bringen, wenn ein Rauchmelder Alarm schlägt.