Panorama

Die Stausaison endet - ganz ohne Störungen geht’s aber nicht

Die großen Sommerstaus sind vorbei, doch auf manchen Autobahnen bleibt die Staugefahr hoch. Welche Strecken das betrifft und wie man Stauzeiten vielleicht umgehen kann.

31.08.2026

Staugefahr: Zum Ferienende in Bayern und Baden-Württemberg wird auf vielen Autobahnen mit hohem Verkehrsaufkommen gerechnet.dpa-infografik GmbH/dpa-tmn

Staugefahr: Zum Ferienende in Bayern und Baden-Württemberg wird auf vielen Autobahnen mit hohem Verkehrsaufkommen gerechnet.dpa-infografik GmbH/dpa-tmn

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Nur in Bayern und Baden-Württemberg dauern die Sommerferien noch an. Der Auto Club Europa (ACE) hat daher gute Nachtrichten: „Die großen Staus des Sommers liegen hinter uns“, notiert der Verkehrsclub in seiner Prognose für das kommende Wochenende (4. bis 9. September). Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Denn das Reiseverkehrsaufkommen ist weiter hoch - und damit die Staugefahr auf vielen Fernstraßen. „Die Rückreisewelle rollt“ laut ADAC, auch weil sich viele Autofahrer aus Baden-Württemberg und Bayern auf den Heimweg machen - das Ferienende zeigt sich auch dort zumindest schon am Horizont.

Zudem sind immer auch von solchen Terminen unabhängig Reisende sowie - gerade auch bei schönem Wetter - Kurzurlauber und Ausflügler auf den Straßen unterwegs. Das gilt speziell für Routen in Richtung der Alpen, der Mittelgebirge und zu den Küsten und Seen. Auch bremsen rund 1.000 Baustellen sowie geplante Vollsperrungen von Autobahnteilstücken an manchen Stellen den Verkehr aus.

Dann droht die größte Staugefahr

Die meisten Verzögerungen sind den Clubs zufolge am Freitag sowie am Samstagvor- und -nachmittag sowie ab Sonntagmittag zu erwarten. Aber auch für den Sonntagabend bis etwa 20.00 Uhr sagt der ACE noch immer eine mittlere Staugefahr voraus - je nach Strecke.

Wer kann, sollte weiterhin ruhigere Alternativrouten planen oder auf einen anderen Reisetag ausweichen, so der ACE. Geeignete Wochentage für besonders flexible Reisende sind demnach Dienstag und Mittwoch. Allerdings sollte man auch dann die Berufsverkehrszeiten meiden 

Wer am Wochenende fahren muss, sollte möglichst früh am Morgen starten oder eine Nachtfahrt in Erwägung ziehen. Der Sonntag ist üblicherweise dem Samstag als Reisetag wegen der Lkw-Fahrverbote vorzuziehen. Da diese immer noch in manchen Bundesländern gelockert sind, ist einstweilen auch an Sonntagen mit schweren Lkw zu rechnen.

Die Staustrecken in Deutschland im Überblick

Beide Verkehrsclubs erwarten zwischen Freitag und Sonntag in den Großräumen Stuttgart und München, auf den Fernstraßen und Nebenstrecken zur Nord- und Ostsee sowie auf folgenden deutschen Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

A 1Fehmarn - Lübeck - Hamburg - Bremen - Osnabrück - Münster - Dortmund - KölnA 2Oberhausen - Dortmund - HannoverA 3 Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau – LinzA 4Heerlen/Aachen – Köln – Olpe und Dresden – GörlitzA 5Basel – Karlsruhe – Frankfurt A 6Mannheim – Heilbronn – NürnbergA 7Flensburg - Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg -  Ulm - Füssen/ReutteA 8Karlsruhe - Stuttgart - Ulm - München - SalzburgA 9München – Nürnberg – Halle/LeipzigA 10Berliner RingA 12Frankfurt/Oder – Berliner RingA 13 Berliner Ring – DresdenA 24Hamburg - SchwerinA 27Bremen – BremerhavenA 38Halle – GöttingenA 45 Gießen – Hagen – DortmundA 61Ludwigshafen - Koblenz - MönchengladbachA 81Würzburg - Heilbronn - Stuttgart - Singen A 93Kiefersfelden - RosenheimA 95München - Garmisch-PartenkirchenA 96München - LindauA 99Autobahnring München

Weniger los ist auch in Österreich und in der Schweiz, aber...

Auch in Österreich ist der Höhepunkt überschritten, auch hier gilt: „Die größten Staus des Sommers sind geschafft“, notiert der ACE. Aber völlige Ruhe kehrt noch nicht ein. Es gibt viel Heimreiseverkehr in Richtung Deutschland, im Osten Österreichs sowie rund um Wien. Aber auch neue Anreisende in die österreichischen Urlaubsgebiete füllen die Transitstrecken in südlicher Richtung.

Der ADAC erwartet auf zahlreichen Transitrouten viel Verkehr. Staugefährdet sind insbesondere:

  • A 1 (Westautobahn)
  • A 4 (Ostautobahn)
  • A 9 (Pyhrnautobahn)
  • A 10 (Tauernautobahn)
  • A 11 (Karawankenautobahn von und nach Slowenien)
  • A 12 (Inntalautobahn)
  • A 13 (Brennerautobahn von und nach Italien)
  • A 14 (Rheintal/Walgau Autobahn)
  • B 179 (Fernpass)
  • B 197 (Arlberg Bundesstraße)

In der Schweiz sollten Reisende unter anderem auf der Gotthardroute (A 2) mehr Zeit einplanen. Zwar erwartet der ACE „deutlich weniger Reiseverkehr auf den Transitstrecken, sowohl in südlicher als auch nördlicher Richtung“, was vor allem auch die Gotthardroute entlaste. So sei mit längeren Verzögerungen zwar nicht zu rechnen, „kürzere Staus sind aber noch möglich“, so der Verkehrsclub.

Ab einer Fahrzeitverlängerung auf der Gotthardroute von mehr als einer Stunde kann sich als Alternative die San-Bernardino-Route (A 13) anbieten. Verzögerungen sind aber auch dort nicht auszuschließen. Viel los sein könnte zeitweise auch auf der A 1 (Bern - Zürich) und der A 3 (Basel - Chur).