Panorama

Der Himmel voller Herzchenwolken - „Bloß nicht Liebe“ im ZDF

Nach dem Scheitern einer Beziehung zieht Viola einen Schlussstrich unter ihr Liebesleben. Doch das Universum stellt sich quer - in der heiteren, hochkarätig besetzten ZDF-Komödie „Bloß nicht Liebe“.

08.09.2026

Benno Martius (Tim Bergmann, l.) und Dr. Justus Förster (Heino Ferch, r.) bringen Viola Bergers (Christina Große) Gefühle gehörig in Aufruhr.Hendrik Heiden/ZDF/dpa

Benno Martius (Tim Bergmann, l.) und Dr. Justus Förster (Heino Ferch, r.) bringen Viola Bergers (Christina Große) Gefühle gehörig in Aufruhr.Hendrik Heiden/ZDF/dpa

© Hendrik Heiden/ZDF/dpa

Mit der Romantikkomödie „Bloß nicht Liebe“ geht die „Herzkino“-Staffel in die nächste Runde. In den Hauptrollen machen Heino Ferch, Tim Bergmann und Christina Große die grotesk-humorige Dreiecksgeschichte zu kurzweiliger TV-Unterhaltung.

Das ZDF zeigt den Film am Sonntag um 20.15 Uhr. In der ZDF-Streamingplattform ist er bereits verfügbar.

„Bloß nicht Liebe“ ist der dritte von vier neuen „Herzkino“-Filmen, die jeweils sonntagabends einen leichten - aber nicht seichten - Kontrastpunkt zum ARD-„Tatort“ setzen. Nach ZDF-Angaben erzählen die vier 90-Minüter von Frauen unterschiedlichen Alters, „die zwischen Selbstschutz und Sehnsucht ihren eigenen Weg zur Liebe finden“.

Zwischen Rüpel und Charmeur

Aus Selbstschutz handelt auch Viola Berger (Christina Große), als sie nach einer Liebespleite mit Sven (Jens Atzorn) beschließt, Single zu bleiben. Ihr Herz soll nicht mehr in Gefahr geraten. Schließlich musste sie vor einigen Jahren auch schon den Tod ihres Ehemannes und Vaters ihrer Tochter verkraften. Bei allem Liebesfrust gerät sie mit ihrem Nachbarn, dem Psychiater Justus Förster (Heino Ferch) aneinander - und zwar buchstäblich. Förster landet mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus.

Zusammen mit ihrer Freundin Beryl (Dalila Abdallah) besucht Viola den Wahrsager Rupaveda (Simon Pearce). Was danach passiert, kann sie sich nicht erklären: Bei jeder Gelegenheit begegnen ihr charmante Männer und am Himmel formen sich Wolken zu Herzchen. Es scheint, als wollte das Universum sie von der Liebe überzeugen.

Viola hat jedoch ganz andere Dinge im Kopf: Sie soll sich ausgerechnet um ihren arroganten Nachbarn kümmern. Der sitzt nun vorübergehend im Rollstuhl und braucht Unterstützung im Alltag. Zwischen den beiden knirscht es ziemlich gewaltig, die Antipathie beruht auf Gegenseitigkeit.

Besser läuft es mit dem charmanten Hotelmanager und Geschäftspartner Benno Martius (Tim Bergmann), für den Viola als Innenarchitektin eine Hoteleinrichtung planen soll. Die beiden kommen sich schon aus beruflichen Gründen unausweichlich näher. 

Sich selbst wiederfinden

Was denkt Hauptdarstellerin Große über ihre Rolle? Durch den viel zu frühen und unerwarteten Tod ihres Mannes sei Viola für viele Jahre sowohl für sich als auch für die anderen blockiert, sagt die Schauspielerin im ZDF-Interview. „Erst durch all diese fast märchenhaften Häufungen von Beachtung, von Gesehenwerden, von Liebe findet sie zu sich selbst zurück und erkennt, was wirklich gut für sie ist. So wird es ihr möglich, ihr Leben wieder selbst zu bestimmen.“

Das Aufeinandertreffen verschiedener Charaktere findet Heino Ferch besonders reizvoll bei Filmen. „Genau das haben wir auch in „Bloß nicht Liebe“: Zwei Menschen, die zunächst überhaupt nichts miteinander verbindet, prallen mit ihren unterschiedlichen Haltungen aufeinander. Aus diesem Spannungsfeld entwickelt sich die Geschichte.“

Bei Viola entwickelt sich die Geschichte so, dass ihr rüpelhafter Nachbar plötzlich weniger rüpelhaft wird. Stattdessen verfolgt er nur ungern, dass sich Viola offensichtlich mit Benno gut versteht.

Glaube an das Schicksal?

Glaubt Christina Große an Schicksal, Fügung oder Gott? Sie habe jedenfalls schon oft die Erfahrung gemacht, „dass sich Wünsche, Vorhaben, Pläne nicht verwirklichen lassen und alles ganz anders ist, als ich vielleicht erwartet oder gehofft habe“. Dafür geschehe dann aber etwas Überraschendes, oder es entwickele sich etwas, das sich oft erst im Rückblick als die viel bessere Lösung erweise. 

Das sei dann Glück. Genauso wie bestimmte negative Ereignisse sich auch im Rückblick nicht als etwas Gutes erwiesen, sagt sie. „Diese Art von Erfahrungen anzunehmen, damit leben zu lernen und trotzdem hoffnungsvoll wieder weiterzumachen, ist genauso Teil unseres Lebens.“ 

Der vierte Teil der „Herzkino“-Reihe folgt am Sonntag, 20. September, ebenfalls um 20.15 Uhr. Dann heißt es „Inga Lindström: Rezept für die Liebe“. Die beliebten Romanzen aus dem Land der roten Holzhäuser verzaubern das deutsche Publikum seit mehr als 20 Jahren mit schwedischem Charme. In den Hauptrollen der neuesten Folge sind unter anderem: Sogol Faghani, Helmut Zierl und Massimo Sinato an Bord.