Panorama

Das bevölkerungsreichste Bundesland schrumpft weiter

Die Bevölkerung in NRW ist wieder etwas kleiner geworden. Zwar ziehen immer noch mehr Menschen in den Westen als von hier weg - doch die Zahl der Zuzüge ist gesunken.

16.06.2026

Die Einwohnerzahl von NRW ist wieder unter die Marke von 18 Millionen gefallen. (Symbolbild)Oliver Berg/dpa

Die Einwohnerzahl von NRW ist wieder unter die Marke von 18 Millionen gefallen. (Symbolbild)Oliver Berg/dpa

© Oliver Berg/dpa

Die Einwohnerzahl ist in Nordrhein-Westfalen weiter gesunken und liegt erstmals seit 2022 wieder unter 18 Millionen Menschen. Ende 2025 lebten in NRW 17.986.214 Menschen, wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilte. Das waren 0,3 Prozent weniger als zum Jahresende 2024.

Im Jahr 2025 habe das sogenannte Geburtendefizit bei 70.762 Menschen gelegen, hieß es. „Das bedeutet, dass – wie in den Vorjahren – mehr Menschen starben als Kinder geboren wurden“, sagte Kerstin Ströker, Leiterin des Bereichs Bevölkerung, Wahlen und Soziales. Auch wenn NRW im selben Jahr 22.601 mehr Zu- als Fortzüge verzeichnete, sei die Bevölkerungszahl so insgesamt geschrumpft. 

Köln bleibt größte Stadt

Die mit Abstand bevölkerungsreichste Stadt bleibt demnach Köln mit 1.025.523 Einwohnerinnen und Einwohnern, gefolgt von der Landeshauptstadt Düsseldorf (619.444). Kleinste Gemeinde bleibt Hallenberg im Hochsauerlandkreis mit 4.272 Einwohnern.

Im Jahr 2022 war die Einwohnerzahl von NRW deutlich gestiegen. Viele Menschen flüchteten damals vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nach Deutschland, laut Landesamt kamen rund 226.000 Ukrainerinnen und Ukrainer nach NRW. Nach 2022 sank die Zahl der Einwohner stetig wieder.