Cyberangriff: Auch Patienten von Bonner Uniklinik betroffen
Von dem Cyberangriff auf Patientendaten ist neben den Unikliniken Köln und Düsseldorf auch das Uniklinikum Bonn betroffen. Patienten sollen informiert werden.
Von dem Cyberangriff auf einen Abrechnungsdienstleister sind an der Uniklinik Bonn mehr als 1.300 Patientinnen und Patienten betroffen. (Archivbild)Oliver Berg/dpa
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Der Cyberangriff auf einen Abrechnungsdienstleister hat auch Patientendaten der Uniklinik Bonn erfasst. Nach aktuellem Stand seien dort insgesamt 1.304 Patientinnen und Patienten betroffen, teilte das Universitätsklinikum Bonn (UKB) mit. „Bei drei Betroffenen wurden sensible Finanzdaten entwendet, bei 218 Patientinnen und Patienten Gesundheitsdaten. Das genaue Ausmaß wird derzeit weiterhin geprüft.“
Die betroffenen Patientinnen und Patienten sollen individuell per Brief informiert werden. Nach Einschätzung von Experten sei eine Veröffentlichung der entwendeten Daten derzeit nicht wahrscheinlich, hieß es weiter.
An Uniklinik Köln rund 30.000 Patienten betroffen
Bereits am Donnerstagabend hatte die Uniklinik Köln mitgeteilt, dass bei ihr rund 30.000 Patienten von dem Cyberangriff betroffen seien. Demnach gelangten in rund 840 Fällen die Diebe an Gesundheitsdaten wie die Patientenkommunikation mit dem Dienstleister.
Cyberangriff auf Patientendaten betrifft auch Düsseldorfer Uniklinik. (Archivbild) Christophe Gateau/dpa
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Auch Patientendaten des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) dürften betroffen sein. Nach Angaben der Klinik vom Freitag deuten Rückmeldungen des Unternehmens auf mehr als 3.000 Fälle mit allgemeinen Daten hin, wie das UKD mitteilte. Zudem gebe es 162 Fälle, bei denen Gesundheitsdaten betroffen sein könnten.
Datendiebstahl auch in anderen Bundesländern
Auch in anderen Bundesländern waren Krankenhäuser von dem Datendiebstahl betroffen - etwa die Universitätskliniken Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen.
Der Angriff auf den externen Dienstleister hatte sich nach Angaben der Kliniken im April ereignet. Betroffen gewesen sei ausschließlich das externe Unternehmen. Systeme der Unikliniken waren demnach nicht betroffen. Die Patientenversorgung und klinische Systeme seien daher zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen, hieß es.