Bundespolizei schnappt mutmaßlichen Schleuser im Münsterland
Im Münsterland wurden mehrere Gebäude wegen des Verdachts auf Schleusungen nach Großbritannien durchsucht. Ein Franzose wurde vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen laufen weiter.
Fahrzeuge der Bundespolizei stehen auf einer Straße in Ahlen. Ermittler aus mehreren europäischen Ländern haben Objekte im Münsterland durchsucht.Max Lametz/dpa
© Max Lametz/dpa
Im Auftrag mehrerer europäischer Strafverfolgungsbehörden hat die Bundespolizei Objekte im Münsterland durchsucht und einen Franzosen vorläufig festgenommen. Bei dem Tatvorwurf geht es nach Angaben der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft um das Schleusen von Bootsflüchtlingen über den Ärmelkanal nach Großbritannien. Die mutmaßlichen Täter sollen dabei gewerbs- und bandenmäßig vorgegangen sein.
Durchsucht wurden Gebäude in Münster, Drensteinfurt, Ahlen (beides im Kreis Warendorf) und Werne im Kreis Unna. Die Ermittler, die von Kollegen aus Frankreich und Großbritannien begleitet wurden, stellten Beweismaterial sicher. Bei dem Franzosen wurde ein europäischer Haftbefehl vollstreckt. Der Mann sollte noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Über eine mögliche Abschiebung muss die Generalstaatsanwaltschaft in Hamm entscheiden. Die Ermittlungen dauern an.