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Betrugsmaschen bei der Rente: Wie Sie sich schützen

Plötzlich verlangt die Rentenversicherung per Mail oder Telefon persönliche Informationen oder fordert gar zur Zahlung auf? Warum bei solchen Anfragen immer die Alarmglocken läuten sollten.

08.07.2026

Ruhe bewahren und skeptisch bleiben. Wenn am Telefon die Rentenversicherung zu Zahlungen auffordert, stecken da Betrüger dahinter. picture alliance / dpa-tmn

Ruhe bewahren und skeptisch bleiben. Wenn am Telefon die Rentenversicherung zu Zahlungen auffordert, stecken da Betrüger dahinter. picture alliance / dpa-tmn

© picture alliance / dpa-tmn

Immer wieder geben sich Trickbetrüger als Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung (DRV) aus. Unter verschiedenen Vorwänden versuchen sie, vor allem ältere Menschen dazu zu bringen, persönliche Daten preiszugeben oder ihnen Geld zu überweisen. Diese derzeit gängigen Maschen sollten Sie kennen und bei kleinsten Zweifeln achtsam reagieren: 

1. Betrug per Phishing-Mail

Regelmäßig warnt die Deutsche Rentenversicherung vor Betrugsversuchen per Mail. Die Phishing-Mails haben in der Regel eines gemeinsam: Die Empfänger werden darin aufgefordert, einen Link anzuklicken, um dort Zahlungsinformationen oder persönliche Daten zu hinterlegen.

So warnte zuletzt der Träger Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland vor E-Mails, die vermeintlich von der Deutschen Rentenversicherung stammen. Betrüger würden dabei nicht nur Logo und Design der Rentenversicherung nutzen, sondern mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz auch deren Sprachstil imitieren.

  • Die Nachrichten sollen etwa über angebliches Guthaben informieren, das nur nach einer digitalen Verifizierung ausgezahlt werden kann. 
  • Andere Empfänger sollen unter dem Vorwand neuer EU-Richtlinien persönliche Daten eingeben. 
  • Teils stellen die Betrüger auch den Versand wichtiger Dokumente in Aussicht.

Grundsätzlich gilt: Die Deutsche Rentenversicherung fordert Versicherte niemals per Mail oder SMS auf, persönliche Daten zu nennen oder zu ändern. Bei Zweifeln sollten sie immer die Absende-Adresse sorgfältig überprüfen. Wie die DRV Bund aufklärt, sind Mail-Adressen wie etwa „noreply@drv.de“, „admin@lenterasafety.co.id“ oder „badtechnology631@agentmail.to“ eindeutig als Spam zu erkennen.

Empfänger sollten in solchen Fällen niemals auf enthaltene Links klicken oder persönliche Daten weitergeben und die verdächtige Mail in den Spam-Ordner verschieben. Wer sich dennoch unsicher ist, erkundigt sich am besten telefonisch bei der DRV.

Wichtig: Nutzen Sie hierfür nur offizielle Rufnummern der DRV von deren Website oder aus Broschüren oder echten Postanschreiben.

2. Betrugsversuche am Telefon

Immer wieder warnt die DRV aber auch vor Betrugswellen, bei denen sich Kriminelle am Telefon als Mitarbeiter der DRV ausgeben und versuchen, unter diesem Vorwand Geld von Betroffenen zu kassieren.

Sie erklären etwa, der Angerufene müsste rasch einen Geldbetrag auf ein bestimmtes Konto überweisen, sonst würde die Rente gekürzt oder gepfändet. In anderen Fällen wird behauptet, die Rente sei überzahlt und müsse zurückgezahlt werden.

Die DRV rät Betroffenen, sich keineswegs verunsichern zu lassen. Beachten Sie immer, dass die Deutsche Rentenversicherung Sie nie telefonisch zu einer Zahlung auffordert. Überweisen Sie kein Geld an die Betrüger ins In- oder Ausland.

Stattdessen sollten sie einfach auflegen und sich umgehend mit der örtlichen Polizei in Verbindung setzen. Wer sich anschließend immer noch unsicher ist, ob an der Geschichte etwas Wahres dran ist, kann auch selbst bei der DRV nachfragen. Das kostenfreie Servicetelefon ist unter 0800 1000 4800 zu erreichen.

3. Dubiose Videos mit Falschinformationen

Zuletzt gab es Informationen der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg zufolge zudem vermehrt Hinweise auf dubiose Videos im Internet. Darin sei unter anderem von einem Lebensnachweis die Rede, den alle Rentnerinnen und Rentner in Deutschland bis August benötigen würden, sonst werde ihre Rente eingestellt.

Bei den Videoclips handele es sich um Falschmeldungen, so die DRV. Kriminelle versuchen auch in diesen Fällen, Angst zu schüren, um später leichter an persönliche Daten zu kommen. Die DRV ruft dazu auf, die jeweiligen Quellen kritisch zu hinterfragen und keine fehlerhaften Informationen weiterzugeben. Verifizierte Informationen bekommen Versicherte bei der Deutschen Rentenversicherung.