Panorama

Bald Landesgartenschau - Neuss ist „mehr als Schützenfest“

In einem Monat beginnt die Landesgartenschau in Neuss. Eine Pferderennbahn ist zum Stadtpark umgestaltet worden. Was wird dort geboten?

16.03.2026

Am Ende der Landesgartenschau in Höxter 2023 hatte der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer einen Spaten bekommen. (Archivbild)Guido Kirchner/dpa

Am Ende der Landesgartenschau in Höxter 2023 hatte der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer einen Spaten bekommen. (Archivbild)Guido Kirchner/dpa

© Guido Kirchner/dpa

Römerstadt, Schützenfest, Shakespeare-Festival: Neuss ist für seine lange Geschichte und seine traditionsreichen Veranstaltungen bekannt. Mit der Landesgartenschau (16. April bis 11. Oktober) will die 160.000 Einwohner zählende Nachbarstadt von Düsseldorf Vielfalt und Nachhaltigkeit zeigen.

„Wir erhoffen uns nicht nur sozusagen, dass man einmal Neuss kennenlernt, sondern, dass man es richtig kennenlernt mit seiner ganzen Vielfalt. Neuss ist eben mehr als Schützenfest“, sagte Bürgermeister Reiner Breuer (SPD) der dpa. Das Schützenfest-Brauchtum sei gleichwohl eng mit der Stadt verbunden. 

Schützen in Uniformen marschieren beim Neusser Schützenfest, dem größten in Nordrhein-Westfalen. (Archivbild) David Young/dpa

Schützen in Uniformen marschieren beim Neusser Schützenfest, dem größten in Nordrhein-Westfalen. (Archivbild) David Young/dpa

© David Young/dpa

Auf dem Gelände der früheren Pferderennbahn sei ein neuer „Stadtpark im Herzen der Stadt“ mit über 2.200 neu gepflanzten Bäumen entstanden. „95 Prozent dessen, was dort gebaut wird, bleibt auch dauerhaft erhalten“, betont Breuer. Es würden am Ende der Schau nur wenige Blumenbeete zurückgebaut. 

Gärten und Abenteuerspielplätze

Teil der Landesgartenschau seien neben Mustergärten und Blumen drei große Abenteuerspielplätze sowie große Erholungs-, Freizeit- und Kulturräume. Auch ein buntes Programm für Jung und Alt mit über 1000 Veranstaltungen gehöre mit dazu, „die wir in dieser Zeit sozusagen in einem Sommer feiern wollen“. 

Ein Skater-Pavillon aus nachhaltigen Materialien der alten Pferde-Stallungen ist auf der ehemaligen Galopprennbahn entstanden. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Ein Skater-Pavillon aus nachhaltigen Materialien der alten Pferde-Stallungen ist auf der ehemaligen Galopprennbahn entstanden. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

„Wir erwarten mindestens 650.000 Besucherinnen und Besucher“, erklärte der Bürgermeister. Das 38 Hektar große Gelände liege nur einen „Steinwurf von der City“ entfernt. Es sei so von dort zu Fuß erreichbar, habe aber auch eine eigene Straßenbahnhaltestelle, 850 Parkplätze und einen Radschnellweg in der Nähe, zählt er auf. 

Die Investitionen verbesserten das Freizeit- und Erholungsangebot und die Lebensqualität in der Stadt. „Wir haben Kosten, die sowieso entstanden wären, um die 20 Millionen Euro, um eben diese grüne Lunge zu erhalten, zu ertüchtigen.“ Etwa 25 Millionen des 60-Millionen-Euro-Gesamtbudgets deckten Fördermittel ab.

Jacques Tilly, Künstler und Wagenbauer für den Rosenmontagszug in Düsseldorf, hat das Maskottchen „Grünes Herz“ entworfen. (Archivbild)Oliver Berg/dpa

Jacques Tilly, Künstler und Wagenbauer für den Rosenmontagszug in Düsseldorf, hat das Maskottchen „Grünes Herz“ entworfen. (Archivbild)Oliver Berg/dpa

© Oliver Berg/dpa

Das Logo der Landesgartenschau 2026 in Neuss ist farbenfroh. (Archivbild)Oliver Berg/dpa

Das Logo der Landesgartenschau 2026 in Neuss ist farbenfroh. (Archivbild)Oliver Berg/dpa

© Oliver Berg/dpa

Neuss ist für die Spuren der Römerzeit bekannt. Ein nachgebauter Wachturm ist Teil des Unesco-Welterbes „Grenzen des Römischen Reichs - Niedergermanischer Limes“. (Archivbild) Roberto Pfeil/dpa

Neuss ist für die Spuren der Römerzeit bekannt. Ein nachgebauter Wachturm ist Teil des Unesco-Welterbes „Grenzen des Römischen Reichs - Niedergermanischer Limes“. (Archivbild) Roberto Pfeil/dpa

© Roberto Pfeil/dpa