Panorama

Asbest-Alarm in Leverkusener Hochhaus - Reinigung läuft

Ein Asbest-Verdacht macht ein Leverkusener Mehrfamilienhaus plötzlich unbewohnbar. Noch sind Experten damit beschäftigt, allen Bewohnern die Rückkehr zu ermöglichen. Die Stadt will Anzeige erstatten.

02.09.2026

Noch sind Experten damit beschäftigt, allen Bewohnern die Rückkehr zu ermöglichen. (Symbolfoto)Rolf Vennenbernd/dpa

Noch sind Experten damit beschäftigt, allen Bewohnern die Rückkehr zu ermöglichen. (Symbolfoto)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Ein möglicherweise mit Asbest kontaminiertes Wohnhaus beschäftigt die Stadt Leverkusen und die zahlreichen Bewohner des achtgeschossigen Gebäudes. Die Reinigungs- und Sicherungsmaßnahmen schritten voran, teilte die Stadt mit. Für einige Bewohner könnte voraussichtlich aber eine weitere Übernachtung im Hotel erforderlich sein.

Über den Verdacht auf den krebserregenden Baustoff hatte die Stadt am Dienstag informiert. Er sei im Zuge von Sanierungsarbeiten in unbewohnten Wohnungen des Hauses aufgekommen. Die Befürchtung war, dass sich Asbeststäube im Flur angesammelt haben könnten, die eingeatmet werden könnten. Das Gebäude wurde daraufhin vollständig geräumt. Nach Angaben der Stadt waren 31 Menschen und mehrere Tiere von der Maßnahme betroffen.

Einst beliebter Baustoff

„Ziel ist es, allen Bewohnerinnen und Bewohnern so rasch wie möglich die Rückkehr in ihre Wohnungen zu ermöglichen - selbstverständlich erst dann, wenn die entsprechenden Messungen und Prüfungen eine sichere Freigabe zulassen“, betonte die Stadt. Eine mögliche Belastung der Bewohnerinnen und Bewohner durch Asbestfasern werde aber als sehr gering eingestuft. Gesundheitliche Langzeitfolgen seien nicht sehr wahrscheinlich.

Die Stadt kündigte an, Strafanzeige wegen des Verdachts auf unsachgemäßen Umgang mit gefährlichen Abfällen erstatten zu wollen. Gegen wen sich diese richte, werde in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft noch geprüft.

Asbest war einst ein beliebter Baustoff - vor allem in den 1960er bis in die 1980er Jahre. Er findet sich bundesweit in Millionen Häusern oder auf Dächern von Garagen oder Gartenlauben.