Panorama

An diesen Autobahn-Baustellen ist das Staurisiko am höchsten

Bauarbeiten strapazieren immer wieder die Nerven der Autofahrer. Auf einigen Strecken ist die Wahrscheinlichkeit, deswegen im Stau zu landen, besonders groß.

02.01.2026

Baustellen werden auch 2026 für viele Staus auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen sorgen. (Symbolbild)Federico Gambarini/dpa

Baustellen werden auch 2026 für viele Staus auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen sorgen. (Symbolbild)Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

Marode Brücken und kaputte Fahrbahnen: Auf nordrhein-westfälischen Autobahnen wird viel gebaut und repariert. Auch 2026 werden zahlreiche Baustellen für Staus sorgen und die Nerven von Auto- und Lastwagenfahrern strapazieren. Eine Entspannung der Situation sei nicht in Sicht, meint der ADAC.

„Bundesweit befinden sich aktuell etwa 60 Prozent aller baustellenbedingten Verkehrseinschränkungen auf Autobahnen in NRW“, sagte ein ADAC-Sprecher. Hinzu kämen zahlreiche Großbaustellen bei der Bahn, sodass voraussichtlich noch mehr Pendler aufs Auto umsteigen würden.

ADAC fordert bessere Abstimmung von Baumaßnahmen

Allerdings seien die Baumaßnahmen meist alternativlos, räumte der ADAC ein. Wichtig sei es daher, Großbaustellen auf Autobahnen, Bundes- und Landstraßen bestmöglich aufeinander abzustimmen, damit Ausweichrouten frei blieben. Zudem forderte der ADAC eine frühzeitige und umfassende Information der Bevölkerung.

Die Verkehrszentrale Leverkusen der Autobahn GmbH hat für die Deutsche Presse-Agentur die Baustellen mit dem höchsten Staurisiko an Anschlussstellen (AS), Autobahnkreuzen (AK) und Autobahndreiecken (AD) für 2026 aufgelistet. Dies sind die „Top 10“:

Neue Leverkusener Rheinbrücke

A1 AS Köln-Niehl: Dort laufen die Arbeiten für den zweiten Teil der Leverkusener Rheinbrücke. Deshalb sind in Fahrtrichtung Dortmund/Leverkusen Engpässe zu erwarten.

A1 AK Dortmund/Unna - Kreuz Kamen: In diesem Bereich werden zahlreiche Brücken neu gebaut. Danach beginnen die Arbeiten zum Ausbau des AK Dortmund/Unna.

A2 AD Bottrop - AK Oberhausen: In diesem Abschnitt wird die gesamte Fahrbahn saniert.

„Spaghetti-Knoten“ wird ausgebaut

A2 AS Gelsenkirchen-Buer - AK Recklinghausen: Hier werden zwei Brücken neu gebaut. Währenddessen soll das vielbefahrene Teilstück der A2 von drei auf zwei Fahrspuren verengt werden.

A3 AD Köln-Heumar: Hier werden drei Brücken neu gebaut. Danach kann der eigentliche Umbau des Dreieck Heumar beginnen. Der Abschluss des ersten Teilprojekts ist für Ende 2026 vorgesehen.

A3/A40 AK Breitscheid - AK Kaiserberg - AK Oberhausen: Der Ausbau des hochfrequentierten AK Kaiserberg geht weiter – inklusive aller Brücken und Rampen. So soll der sogenannte Spaghetti-Knoten jeweils einen zusätzlichen Fahrstreifen pro Fahrtrichtung bekommen.

Vollsperrungen auf der A57 geplant

A43 AK Recklinghausen - AS Bochum-Riemke: Die A43 wird auf insgesamt sechs Fahrstreifen ausgebaut, außerdem werden mehr als 20 Brücken erneuert. Überdies ist die Brücke über den Rhein-Herne-Kanal für schwere Lastwagen gesperrt.

A57 Anschlussstelle Krefeld-Oppum - Kreuz Meerbusch: Der Streckenabschnitt wird bis Ende 2027 sechsstreifig ausgebaut, einschließlich neuer Lärmschutzwände und Entwässerungsanlagen. Für die Arbeiten sind 2026 und 2027 zeitweise auch Vollsperrungen nötig, die möglichst in die Ferienzeit gelegt werden sollen. 

Gleich mehrere Baumaßnahmen rund um Bonn

A59 Monheim - Düsseldorf-Süd: Seit Oktober ist die A59 bei Düsseldorf in Richtung Leverkusen für insgesamt acht Monate voll gesperrt. Im Anschluss soll die Gegenrichtung gesperrt werden. Grund ist die Sanierung der Fahrbahn. 

A565/A562 Bonn: In und um Bonn sind 2026 gleich mehrere Baumaßnahmen geplant, die Autofahrern Geduld abverlangen. Dazu gehören die Instandsetzung der Rheinbrücke Bonn-Nord auf der A565 und der sechsstreifige Ausbau der A565 zwischen dem AK Bonn-Nord und der AS Bonn-Endenich. Zudem wird eine Brücke an der A562 zwischen Bonn-Rheinaue und Bonn-Ost gebaut.