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ADAC-Check: So können Autofahrer beim Kundendienst sparen

Kostenvoranschläge schwanken stark – und außerhalb der Stadt sind Werkstätten oft günstiger. Warum sich Vergleichen für Autofahrer besonders lohnt und worauf man bei den Aufträgen achten sollte.

03.02.2026

Auch bei der Autoinspektion kann gespart werden - mit Vergleichsangeboten und einem detaillierten Kostenvoranschlag.picture alliance / dpa Themendienst

Auch bei der Autoinspektion kann gespart werden - mit Vergleichsangeboten und einem detaillierten Kostenvoranschlag.picture alliance / dpa Themendienst

© picture alliance / dpa Themendienst

Ist alles okay mit dem Auto? Um das zu prüfen und regelmäßige Wartungen zu machen - dafür gibt es Inspektionen. Auch ist der Kundendienst notwendig, um etwa Garantieansprüche zu sichern. Es lohnt, sich hierfür Angebote von verschiedenen Werkstätten einzuholen. Das hat der ADAC in einer Stichprobe herausgefunden.

So hat der Club in Hamburg, Köln und München insgesamt 120 Kostenvoranschläge bei Markenwerkstätten von fünf Herstellern (BMW, Dacia, Hyundai, Mercedes und VW) angefragt. „Bei den 94 eingegangenen Antworten variieren die Preise teils deutlich“, so der ADAC in einer Mitteilung.

Vergleichsangebote einholen und weitere Wege in Betracht ziehen

Der Club rät daher: Vergleichsangebote einholen. Dabei sollte man sich einen schriftlichen und möglichst detaillierten Kostenvoranschlag ausfertigen lassen. Denn nur so ließen sich später Angebot und Rechnung vergleichen. Bei Unklarheiten sollte man nicht hoffen, sondern nachfragen. Das kann Überraschungen vermeiden.

Bei der Vergabe vereinbart man ein Kostenlimit und bittet um Rückmeldung, falls zusätzliche Dinge anfallen oder die Abweichung mehr als zehn Prozent beträgt. Für den Zeitraum, wo das Auto nicht zur Verfügung steht, fragt man die Mobiltätsangebote der Werkstatt ab. Gibt es Ersatzwagen oder vergünstigte ÖPNV-Tickets?

Sparen kann auch, wer weitere Wege nicht scheut. Denn die ADAC-Stichprobe ergab ebenfalls: Werkstätten, die im Radius von 60 Kilometer um die drei genannten Städte lagen, veranschlagten zum Teil deutlich niedrigere Preise als die gleichen Markenwerkstätten in der Stadt. So könnten Kunden hier teilweise „mehrere hundert Euro“ sparen.

Kosten für E-Auto meist geringer

E-Auto-Fahrer zahlen laut der Stichprobe weniger als Halter vergleichbarer Verbrenner. So waren die Wartungskosten für Verbrenner um mindestens ein Drittel höher als für die vergleichbaren Stromer. 

Das entspricht laut ADAC dem realen Aufwand, da E-Autos insgesamt wartungsärmer seien als Verbrenner. Sie haben weniger mechanische Bauteile und damit weniger Verschleißerscheinungen. So fehlen etwa Dinge wie Motoröl, Ölfilter oder Zündkerzen, die bei Verbrennern regelmäßig gewechselt werden müssten, so der Club.

Achtung: Lohnkosten für E-Auto-Wartung sind manchmal höher

Bei fast der Hälfte der Werkstätten, die eine detaillierte Kostenaufstellung für Stromer und Verbrenner lieferten, lagen die kalkulierten Stundensätze für Arbeiten an E-Autos höher als bei den Verbrennern. Im Durchschnitt betrug dem ADAC zufolge dieser „Elektro-Aufschlag“ circa 17 Prozent. Der Club legt Wert auf die Feststellung, dass sich das technisch nicht begründen lasse. 

Bleibt also: Auch hier einen möglichst detaillierte Kostenvoranschläge einholen, Posten vergleichen und bei Unklarheiten nachfragen.