700 Kilometer Reichweite: Mercedes bringt Elektro-Van VLE
Mercedes will mehr Platz schaffen und bringt als ersten Spross der neuen Van-Familie den elektrischen VLE. Er bietet mehr Technik und Komfort, wird aber teurer. Und markiert nur den Einstieg.
Neuer Mercedes-Benz VLE: Bestellbar ist er schon, ab Herbst soll die elektrische Großraumlimousine ausgeliefert werden.-/Mercedes-Benz AG/dpa-tmn
© -/Mercedes-Benz AG/dpa-tmn
Mercedes rückt die Großraumlimousine näher in den Fokus und bringt als ersten Vertreter einer neuen Van-Generation jetzt den VLE an den Start. Der Nachfolger der V-Klasse kann seit ein paar Wochen bestellt werden, die Auslieferung erfolgt ab Herbst, teilt der Hersteller mit.
Die mit fünf bis sieben Sitzen lieferbare Großraumlimousine rückt bei Komfort und Technologie näher an die Pkw-Modelle, was Mercedes auch mit der Nomenklatur unterstreichen will. Allerdings steigen parallel die Preise und beginnen mittelfristig bei 64.804 Euro, so der Hersteller.
Wer nicht auf den kleinen Akku und die abgespeckte Ausstattung warten will, ist zum Start mit mindestens 82.260 Euro dabei. Dafür sind dann auch Finessen wie die Luftfederung, das Panoramadach und die neue Hinterachslenkung an Bord.
Mehr als 700 Kilometer sollen bestenfalls drin sein
Angetrieben wird der VLE dann von einem 200 kW/272 PS starken E-Motor an der Vorderachse, der aus einem 115 kWh großen Akku gespeist wird. Die Reichweite gibt Mercedes mit über 700 Kilometern an. Bis zu 180 km/h soll das Auto schnell werden können und die Ladeleistung wird mit bestenfalls gut 300 kW beziffert.
Für einen fünfstelligen Aufpreis gibt es den VLE auch als Allradler, mit einem zweiten E-Motor an der Hinterachse und einer Systemleistung von 310 kW/422 PS. Die Reichweite sinkt auf gut 630 Kilometer, doch dafür steigt die Anhängelast von 1,7 auf 2,5 Tonnen.
Auch einen Diesel soll es geben
Auch wenn der VLE auf einer elektrischen Skateboard-Architektur entwickelt wurde, plant Mercedes neben einer günstigeren Version mit 80-kWh-Akku für rund 600 Kilometer mittelfristig auch mit einem Dieselmotor.
Außerdem haben die Schwaben weitere Kreuzer für die Großraum-Fahrt auf der Startrampe. Wer es noch geräumiger und vornehmer möchte, für den gibt es 2027 sowohl einen VLS als auch erstmals einen Maybach-Van.
Und wem die aktuell 795 bis 4.078 Liter Laderaum des 5,31 Meter langen VLE nicht reichen, dem baut Mercedes auf dieser Plattform ab dem nächsten Jahr auch die Nachfolger von Vito und Sprinter als Kleinbusse für gewöhnliche Shuttledienste und Kastenwagen für Handwerker oder Kurierfahrer.