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7 typische Airfryer-Fehler und wie man sie vermeidet

Warum Backpapier und Alufolie im Airfryer problematisch sein können – und welche Tricks für knusprige Ergebnisse sorgen.

06.02.2026

Keine gute Idee: Durch die Alufolie im Airfryer kann die Luftzirkulation gestört werden - die Lebensmittel werden so weniger knusprig.Christin Klose/dpa-tmn

Keine gute Idee: Durch die Alufolie im Airfryer kann die Luftzirkulation gestört werden - die Lebensmittel werden so weniger knusprig.Christin Klose/dpa-tmn

© Christin Klose/dpa-tmn

Manchmal sind es nur kleine Bedienfehler, die den gewünschten Crunch-Effekt vermissen lassen. Mitunter sind es aber auch große Missgeschicke, die sogar zu Gesundheitsrisiken führen können. Häufige Stolpersteine beim Luft-Brutzeln mit dem Airfryer - und wie man sie vermeidet.

Korb zu voll füllen 

Entgegen der Bezeichnung „Heißluftfritteuse“ frittieren Airfryer nicht, sondern arbeiten mit Heißluft, die im Garraum zirkuliert. „Ist der Korb zu voll beladen, kann die Luft nicht mehr effektiv verteilt werden, was zu ungleich gegarten Lebensmitteln und zu einem weniger knusprigen Ergebnis führt“, erklärt Elisabeth van Thiel, Ernährungsexpertin von der Verbraucherzentrale NRW.

Kochbuch-Autor Christian Henze empfiehlt, den Garkorb maximal bis zur Hälfte zu füllen. Ein weiterer Tipp: „Zwischendurch sollte man den Garkorb immer mal am Griff kurz herausziehen und schütteln, um die Zutaten zu wenden“, rät der Profi.

Zu nasse Lebensmittel im Korb

Lebensmittel, die in einem feuchten Teig paniert werden sollen, eignen sich laut Verbraucherschützerin van Thiel nicht gut für die Zubereitung im Airfryer. „Der Teig kann durch die Löcher tropfen und diese verstopfen. Auch Gemüse mit einem hohen Wasseranteil wird eher matschig, weil das Wasser austritt und das Gemüse darin gart, anstatt tatsächlich gebacken zu werden.“

Backpapier unter dem oder im Garkorb verwenden

„Backpapier kann verwendet werden, allerdings sind die meisten Geräte antihaftbeschichtet, so dass eigentlich kein Backpapier notwendig ist“, sagt Elisabeth van Thiel. Das Backpapier könne die Luftzirkulation sogar stören, wodurch die Lebensmittel im Ergebnis weniger knusprig sein können. 

„Wer dennoch Backpapier verwenden möchte, sollte es immer nur zusammen mit Lebensmitteln in den Airfryer geben“, empfiehlt die Ernährungsexpertin. Grund: „Ansonsten kann das Backpapier nach oben wirbeln und durch Kontakt mit den Heizelementen anfangen, zu brennen. Daher sollte man bei Verwendung von Backpapier auf das Vorheizen verzichten oder dieses erst danach in den Korb legen“ so van Thiel.

Alufolie im Garkorb

Bei Alufolie im Airfryer verhält es sich wie beim Backpapier. Auch da kann die Luftzirkulation gestört werden, wodurch die Lebensmittel weniger knusprig werden. Zudem bestehe laut van Thiel auch da bei Kontakt mit den Heizelementen die Gefahr, dass die Folie anfängt zu brennen.

Unabhängig davon erinnert die Ernährungsexpertin daran, dass Alufolie grundsätzlich nicht zusammen mit salzigen, sauren oder sauer-salzig eingelegten Lebensmitteln verwendet werden sollte. „Durch Salz oder Säure wird Aluminium aus der Folie gelöst, geht ins Lebensmittel über und wird mitgegessen“, so die Verbraucherschützerin. 

Aus ihrer Sicht finden sich gerade in Marinaden häufig Salz, Zitronensaft oder Essig. Daher sollte Mariniertes lieber nicht in Alufolie gegart werden. Beliebt seien auch Rezepte mit Tomaten und Feta in Alufolie, eignen sich dafür aber auch nicht. Van Thiel: „Grundsätzlich sollte man so wenig wie möglich in Alufolie zubereiten oder aufbewahren, egal ob im Airfryer, auf dem Grill oder im Backofen.“

Stärkehaltiges Essen dunkelbraun statt goldgelb garen

Bei der Zubereitung von stärkehaltigen Lebensmitteln wie Pommes, Fischstäbchen oder Aufbackbrötchen gilt für Elisabeth van Thiel der Grundsatz „Vergolden statt verkohlen“. „Denn wie im Backofen kann sich auch im Airfryer ab 120 Grad der Schadstoff Acrylamid bilden. Generell sollten kohlenhydratreiche Lebensmittel nur so lange wie nötig und so niedrig wie möglich erhitzt werden“, empfiehlt die Verbraucherschützerin.

Körbe zu selten von Fettresten befreien, sprich reinigen

„Wird der Airfryer nicht regelmäßig von altem Fett gereinigt, können durch das mehrfache Aufheizen des Fetts ungesunde trans-Fettsäuren entstehen“, warnt van Thiel. Beim klassischen Frittieren in heißem Fett sei das Risiko für die Bildung von trans-Fettsäuren allerdings höher. Trotzdem gilt: „Den Garraum nach jedem Gebrauch reinigen“, so die Ernährungsexpertin. 

Überreste von Lebensmitteln und altem Fett haben noch eine weitere Kehrseite: „Sie können sich einbrennen und zu Rauchbildung führen sowie das Material beschädigen“, zählt van Thiel auf. Auch für den Geschmack und die Geruchsbildung würde sich niemand mit einem dreckigen Airfryer einen Gefallen tun.

Kerntemperatur bei Geflügel und Hack nicht checken

Generell gilt: Fleisch sollte immer gut durchgegart werden und eine Kerntemperatur von mindestens 70 Grad für zwei Minuten erreichen. Aber nicht jeder nutzt ein Fleischthermometer in der heimischen Küche. „Wer das nicht mit einem Thermometer prüfen kann, sollte schauen, dass der austretende Fleischsaft klar ist und sich bei Geflügel das Fleisch leicht von den Knochen ablösen lässt“, erklärt Elisabeth van Thiel Zeichen für einen ausreichenden Garpunkt.