30 Schildkröten am Körper: Frau am Flughafen Bangkok gefasst
Skurriler Fund in Thailand: Mit 30 Schildkröten am Körper versuchte eine junge Frau, am Flughafen Bangkok unbemerkt durch die Kontrolle zu kommen. Warum sind die Tiere auf dem Schwarzmarkt so begehrt?
Indische Sternschildkröten sind in Asien wegen ihrer auffälligen Panzerzeichnung sehr beliebt. (Archivbild)picture alliance / dpa
© picture alliance / dpa
Ein ungewöhnlicher Schmuggelversuch hat am Flughafen von Bangkok für Aufsehen gesorgt: Eine 19-Jährige aus Taiwan hatte Dutzende lebende Schildkröten mit Klebeband an ihrem Körper fixiert. Die Passagierin wollte von Thailand aus zurück in die Heimat - dann aber wurden Sicherheitsbeamte auf ihr auffälliges Verhalten aufmerksam, wie die Zeitung „Bangkok Post“ unter Berufung auf Wildtierinspektoren am Suvarnabhumi Airport berichtete.
Bei einer genaueren Untersuchung entdeckten die Einsatzkräfte mehrere Stoffbeutel an ihrem Körper, in denen 30 unter Schutz stehende Indische Sternschildkröten (Geochelone elegans) versteckt waren. Der Handel mit den Tieren ist sehr lukrativ, aber verboten. Nach Angaben der Behörden war eine Schildkröte bereits tot.
A 19 year old Taiwanese woman, who is also a flight attendant for Vietjet, was arrested at Suvarnabhumi airport for taping 30 tortoises to her body and trying to smuggle them to Taipei. https://t.co/f501kzkkeW
— The Pattaya News Thailand (@The_PattayaNews) April 29, 2026
Wegen auffälliger Panzerzeichnung beliebt
Die Tiere wurden sichergestellt, die Frau festgenommen. Medienberichten zufolge soll sie Flugbegleiterin für eine vietnamesische Fluggesellschaft sein. Gegen sie wird nun wegen Verstößen gegen das Artenschutzgesetz ermittelt.
Die Indische Sternschildkröte gilt als gefährdet. Sie ist im internationalen Artenschutzabkommen Cites gelistet und erzielt auf dem Schwarzmarkt hohe Preise. Wegen ihrer auffälligen Panzerzeichnung sind die Tiere im Haustierhandel sehr begehrt, was zu intensiver Wilderei führt. Zusätzlich setzen ihnen Lebensraumverlust durch Landwirtschaft und Besiedlung sowie der Verzehr in einigen Regionen zu.