„Das schönste Paar“ von Sven Taddicken in Toronto gefeiert

dpa Toronto. „Das schönste Paar“ kreist um die Bewältigung eines Traumas. Das Publikum beim Filmfestival in Toronto war von Sven Taddickens neuem Film begeistert.

„Das schönste Paar“ von Sven Taddicken in Toronto gefeiert

Das Beziehungsdrama „Das schönste Paar“ des deutschen Regisseurs Sven Taddicken hat beim 43. Toronto International Film Festival (TIFF) vor begeistertem Publikum Weltpremiere gefeiert.

Der am Montagabend (Ortszeit) gezeigte Film erzählt die Geschichte des jungen Lehrerpaars Malte (Maximilian Brückner) und Liv (Luise Heyer), das beim Urlaub auf Mallorca in seinem Ferienhaus von drei Jugendlichen überfallen wird. Liv wird vergewaltigt, die Jugendlichen entkommen. Zwei Jahre später hat sich das Paar mit viel Kraft in seinen Alltag zurückerkämpft - bis Malte zufällig einem der Täter (Leonard Kunz) begegnet und ihm folgt.

„Ich wollte vor allem ergründen, wie unterschiedlich ein Paar mit einem solchen Trauma umgeht - jeder für sich, aber auch gemeinsam“, sagte Taddicken nach der Premiere in Toronto. „Vergewaltigung ist ein schwieriges Thema, über das ungern geredet wird. Und doch muss gerade deshalb darüber gesprochen werden“, so der Regisseur.

Neben Taddicken waren auch Brückner und Kunz für die Präsentation nach Kanada gereist. Bis zum 16. September werden in der kanadischen Metropole 342 Filme gezeigt, darunter 29 deutsche Filme und Koproduktionen. Beim diesjährigen Festival warten über 138 Weltpremieren auf das Publikum, das beim TIFF anstatt einer Jury die Gewinner wählt.