Velen

Imkerverein diskutiert Problem der Asiatischen Hornisse

Die Asiatische Hornisse breitet sich als invasive Art immer mehr aus und macht Jagd auf die heimischen Insekten – mit perspektivisch dramatischen Folgen für das hiesige Ökosystem. Der Imkerverein Gescher-Stadtlohn-Velen hat die Asiatische Hornisse daher zum Schwerpunkt der jüngsten Monatsversammlung gemacht.

17.11.2025

Steffi Eing (r.) hat ihren Imkerkollegen von ihren Erfahrungen mit der Asiatischen Hornisse berichtet.

Steffi Eing (r.) hat ihren Imkerkollegen von ihren Erfahrungen mit der Asiatischen Hornisse berichtet.

© pd

VELEN/GESCHER. Die Mitglieder des Imkervereins Gescher-Stadtlohn-Velen und Umgebung haben bei ihrer jüngsten Monatsversammlung intensiv über ihre Erfahrungen und Erfolge bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse diskutiert.

Steffi Eing und ihr Imker-Helferteam haben allein in Gescher nunmehr 15 Nester entfernt und gerade in den vergangenen Wochen noch sehr viel gelernt mit Blick auf erfolgreiche Such- und Bekämpfungsmethoden, heißt es in einer Mitteilung des Imkervereins. Anschaulich zeigte Steffi Eing bei der November-Zusammenkunft anhand vieler Fotos, wie unterschiedlich die Orte und Bedingungen seien, an denen die Asiatischen Hornissen ihre Primär- und Sekundärnester bauten. Das kann am Boden, in Hecken und Schuppen, unterm Dach oder besonders oft hoch oben in Bäumen sein – meist gut versteckt und nur schwer zu finden.

Werden sie zufällig entdeckt – etwa bei der Gartenarbeit – könnten sie gerade dann zum Problem werden, warnen die Imker. Denn sind die Asiatischen Hornissen einzeln eher friedlich, so reagierten sie bei geringer Berührung und Erschütterung des Nestes ausgesprochen aggressiv, wild um sich stechend und vielfach eine ätzende Flüssigkeit abspritzend. Auch wenn der einzelne Stich ähnlich schmerze und Schwellungen verursache wie von Biene oder Wespe, trete jedoch häufiger eine allergische Reaktion auf, so die Experten.

Nur geschulte und erfahrene Fachleute mit besonderer Schutzausrüstung seien in der Lage, die Nester zu entfernen, betont Steffi Eing. Die Unterstützung durch die Bevölkerung sei aber ungemein hilfreich: Viele Hinweise aufmerksamer Bürger hätten geholfen, Nester zu finden. Dies sei auch weiterhin ganz wichtig. Über die städtische Mängel-Meldeseite können Sichtungen oder entdeckte Nester gemeldet werden, aber auch direkt an Sfeffi Eing oder den Imkerverein.

Wie vielfach berichtet, breitet sich die Asiatische Hornisse rasant schnell aus – verbunden mit einem Riesenhunger auf Insekten. Damit wird sie immer mehr zu Bedrohung für Honigbienen, Wildbienen und viele andere Insekten und damit der Artenvielfalt.