Reken

Rekener FDP will zurück in den Gemeinderat

Neu formiert möchte die Rekener FDP bei der Kommunalwahl wieder angreifen. Das Ziel ist die Rückkehr in den Gemeinderat. Bei der Bürgermeisterwahl unterstützen die Liberalen den CDU-Kandidaten Manuel Deitert.

03.09.2020

Patrick Lubjuhn (links) ist Vorsitzender des Rekener FDP-Ortsverbands, der bei der Kommunalwahl am 13. September zurück in den Gemeinderat möchte. Dennis Höpfner gehört zu den neuen Gesichtern bei den Liberalen in der Mühlengemeinde.

Patrick Lubjuhn (links) ist Vorsitzender des Rekener FDP-Ortsverbands, der bei der Kommunalwahl am 13. September zurück in den Gemeinderat möchte. Dennis Höpfner gehört zu den neuen Gesichtern bei den Liberalen in der Mühlengemeinde.

© Schulze

Ortsverband hat sich neu formiert

REKEN. Einen Sitz im Gemeinderat hatte die Rekener FDP bei der Kommunalwahl im Mai 2014 ergattert. Dieser ging über die Reserveliste an den damaligen Spitzenkandidaten Bernhard Lammersmann. Doch bekanntlich wechselte Lammersmann einen Monat nach der Wahl die Lager und schloss sich der Fraktion der Grünen an. Sein Mandat für den Rat nahm er mit, was bei den FDP-Kollegen seinerzeit überhaupt nicht gut ankam.

Die FDP war damit komplett verschwunden aus dem Gemeinderat. „Das hat uns getroffen“, sagt Patrick Lubjuhn im BZ-Gespräch. Der 37-Jährige ist Vorsitzender des Rekener FDP-Ortsverbands und Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl am 13. September.

Lubjuhn, der als Versicherungsfachmann bei einer Bank arbeitet, berichtet, dass sich die Rekener FDP vollständig erneuert habe.

Vorstand ausgetauscht

„Wir haben den kompletten Vorstand ausgetauscht.“ Neu formiert möchten die Liberalen bei der Wahl jetzt wieder angreifen. „Wir wollen zurück in den Gemeinderat und frischen Wind in die Rekener Politik bringen“, sagt Lubjuhn. Die Liberalen haben sich zwei Sitze als Ziel gesetzt, um auch eine Fraktion stellen zu können. „Wir hatten vor allem im vergangenen Dreivierteljahr viel Zulauf“, betont Lubjuhn. Das Team verfüge über Fachleute. Der Ortsverband habe aktuell acht Mitglieder. Der Altersdurchschnitt liege unter 40 Jahren.

Einer, der seit Kurzem bei der Rekener FDP mitmischt, ist Dennis Höpfner. Der 36-Jährige sagt, er sei ein wenig „hineingerutscht“ und könne sich mit den Inhalten der Rekener Liberalen gut identifizieren. Dennis Höpfner ist selbstständiger Werbefachmann und Neuling in der Lokalpolitik. Er ist maßgeblich an der Organisation der Marketing-Kampagne „Rekener Einkaufsheld“ beteiligt, die die Marketing-Gemeinschaft Reken zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft aufgelegt hat (die BZ berichtete).

Keine Protestpartei

Lubjuhn und Höpfner betonen unisono, dass die FDP keine Protestpartei sein möchte. „Wir machen keine Haudrauf-Politik, sondern stehen für ein konstruktives Miteinander.“ Bei der FDP ist man sich einig, „dass vieles in Reken schon gut läuft“. Gleichwohl müsse man „die etablierten Strukturen“ an der einen oder anderen Stelle aufbrechen.

Auf einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten hat die FDP angesichts der langen Abwesenheit im Gemeinderat verzichtet. „Wir unterstützen den Amtsinhaber und CDU-Kandidaten Manuel Deitert“, sagt Lubjuhn. Langfristig möchte die FDP „mit Inhalten und junger, aktiver und auch fordernder Politik überzeugen und für die Wahl 2025 einen ernstzunehmenden Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken“.

Ärztezentrum

Man wolle „bürgernah und transparent“ im Rat arbeiten, sagen Lubjuhn und Höpfner übereinstimmend. „Bauchentscheidungen und unausgereifte Schnellschüsse wird es nicht geben.“ Inhaltlich setzen sich die Liberalen etwa für den Bau eines Fachärztezentrums ein. Dieses soll auch Patienten von außerhalb ansprechen. „Ein solches Zentrum wäre ein großer Image-Gewinn für Reken“, sagt Höpfner. Lubjuhn findet, dass die Kommune angesichts der gut gefüllten Gemeindekasse überlegen könne, selbst ein Ärztezentrum zu bauen. „Vielleicht mit einem Investor zusammen.“

Einen weiteren Schwerpunkt setzt die FDP bei der Belebung der Hauptstraße in Groß Reken. Nötig sei die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs, um herauszufinden, was möglich sei, sagt Höpfner. Im Kern müsse es darum gehen, neue attraktive Geschäfte anzusiedeln und den bestehenden Einzelhandel zu stärken. Höpfner betont, dass beispielsweise ein Herrenausstatter benötigt werde. Er bringt zudem die Idee eines autofreien Abschnitts im Bereich der gastronomischen Betriebe (Eiscafé Dolomiti, Pizzeria Milano und Restaurant La Grappa) ins Spiel.

Rekener FDP will zurück in den Gemeinderat

© Schulze