Reken

Mitglieder der Raiffeisen Maria-Veen-Lette wollen fusionieren

Die Mitglieder der Raiffeisen Maria-Veen-Lette haben sich bei ihrer Generalversammlung mit überwältigender Mehrheit für eine Fusion mit der Raiffeisen Warengenossenschaft Haltern ausgesprochen. Ziel der Verschmelzung ist die Stärkung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit für die landwirtschaftlichen Mitglieder und Kunden aus den umliegenden Regionen.

24.11.2025

Feierliche Ehrung im Rahmen der Generalversammlung der Raiffeisen Maria-Veen-Lette. Im Bild (v.l.) RVWL-Vorstand Frank Niemer, Jola und Ludger Wiesweg, die Jubilare Nico Dammeyer, Ludger Böckenberg und Helmut Roters, sowie der Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Inhestern, Geschäftsführer Heino Strump und Vorstandsvorsitzender Hendrik Schemmer

Feierliche Ehrung im Rahmen der Generalversammlung der Raiffeisen Maria-Veen-Lette. Im Bild (v.l.) RVWL-Vorstand Frank Niemer, Jola und Ludger Wiesweg, die Jubilare Nico Dammeyer, Ludger Böckenberg und Helmut Roters, sowie der Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Inhestern, Geschäftsführer Heino Strump und Vorstandsvorsitzender Hendrik Schemmer

© pd

MARIA VEEN. Grünes Licht für die Fusion: Mit 148 Ja-Stimmen gegenüber fünf Nein-Stimmen haben sich die Mitglieder der Raiffeisen Maria-Veen-Lette auf der Generalversammlung in Reken für die Fusion mit der benachbarten Raiffeisen Warengenossenschaft Haltern ausgesprochen. Deren Mitglieder sind nun gleichfalls aufgerufen, auf ihrer bevorstehenden Generalversammlung über die Verschmelzung zu entscheiden. Dann wäre der Weg frei für die „Raiffeisen Regio eG“ mit Sitz in Haltern, die rückwirkend zum 1. Juli 2025 ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen würde, heißt es in einer Mitteilung.

„Wir freuen uns auf diese Herausforderung“, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender und Versammlungsleiter Uwe Inhestern nach der offen durchgeführten Abstimmung im vollbesetzten Reken-Forum. „Ich sage Danke für das klare Votum“, meinte Burkhard Fry. Der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisen Warengenossenschaft Haltern hatte sich zuvor zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Tobias Schlüter und den beiden Geschäftsführern Günter Hessing und Thomas Dopp den Mitgliedern der Raiffeisen Maria-Veen-Lette vorgestellt.

Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit steigern

Ziel der Fusion ist die Stärkung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit für die landwirtschaftlichen Mitglieder sowie die Kunden aus den umliegenden Regionen, die die Angebote beider Genossenschaften in den nichtagrarischen Geschäftsfeldern Einzelhandel, Energie und Baustoffe in Anspruch nehmen. Zudem erreiche man dank des Zusammenschlusses eine deutlich verbesserte wirtschaftliche Basis durch Synergie- und Einspareffekte, unter anderem im Fuhrpark und in der Verwaltung, heißt es weiter. Der Fusionsplan war auf den Generalversammlungen im Januar bereits vorgestellt und diskutiert worden. Zudem hatte es im August und September gut besuchte Infoveranstaltungen an den Betriebsstätten für die Mitglieder gegeben.

Keine Auswirkungen wird die Fusion auf die Mitarbeiter haben. „Kündigungen sind ausgeschlossen“, betonte Geschäftsführer Heino Strump. Auch die Betriebsstätten würden alle erhalten bleiben. Man wolle im Gegensatz in einem größeren Rahmen noch attraktiver für die Mitglieder und Kunden werden und das Geschäft mit ihnen ausbauen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beider Genossenschaften seien „in Ordnung, besondere Risiken der Verschmelzung nicht erkennbar.“

Finanzen

Dass die Raiffeisen Maria-Veen-Lette gut aufgestellt ist, verdeutlichte Heino Strump in seinen Ausführungen zum zurückliegenden Geschäftsjahr 2024/2025. Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2025 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen Beschäftigten Umsatzerlöse in Höhe von 27,2 Millionen Euro – „ein respektables Ergebnis“, so Strump zufrieden.

Die 342 Mitglieder werden nach einstimmigem Beschluss der Versammlung mit einer Dividende von 4,5 Prozent am Jahresüberschuss beteiligt.

Ehrungen/Nominierungen

Ludger Wiesweg schied nach über 26 Jahren im Ehrenamt aus dem Vorstand aus und wurde an der Seite seiner Frau Jola von Vorstand Frank Niemer vom Raiffeisenverband Westfalen-Lippe (RVWL) mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Für den Vorstand der Raiffeisen Regio nominiert wurden Hendrik Schemmer, Martin Beumer und Burkhard Kleinhölting. Für den Aufsichtsrat nominiert wurden Uwe Inhestern, Wilhelm Altrogge, Thomas Brinkert, Bernd Elsbecker, Johannes Strukamp, Sebastian Voßkühler und Christian Wübbeling.

Für 25-jährige Tätigkeit im Unternehmen geehrt wurde Nico Dammeyer. In den Ruhestand verabschiedet wurden Helmut Roters und Ludger Böckenberg. Sie erhielten jeweils ein Präsent.

„Kündigungen sind ausgeschlossen .“



Heino Strump