Kreis Borken

Hilfe aus dem Kreis Borken für Katastrophengebiete

Für die Unwettergebiete im südlichen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist am Wochenende eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft angelaufen, auch von Bürgern aus dem Kreis Borken.

18.07.2021

Einsatz in der Region Weilerswist: Dieses Bild der Verwüstung bot sich den Feuerwehrleuten aus Raesfeld.

Einsatz in der Region Weilerswist: Dieses Bild der Verwüstung bot sich den Feuerwehrleuten aus Raesfeld.

© Feuerwehr Raesfeld

Spenden – besser koordiniert

KREIS BORKEN. Bürger aus dem Kreis Borken haben bereits verschiedene Aktionen gestartet. So wollte ein Legdener mit einem Lastwagen in die Region fahren. Der Kreis informiert darüber, dass eine koordinierte Hilfe besser ankäme. Landrat Zwicker dankte für die große Hilfsbereitschaft, bekräftigte gleichwohl, dass Sachspenden „nicht auf eigene Faust“ in die Regionen gebracht werden sollten.

Es fehlt an Lager- und Verteilungskapazitäten

Am Samstag kontaktierte der Landrat laut Kreis Borken Amtskollegen aus den besonders betroffenen Kreisen, die sich ebenfalls sehr beeindruckt von der großen Unterstützung und Hilfsbereitschaft gezeigt hätten. Allerdings bäten sie nachdrücklich darum, von Sachspenden wie Kleidung abzusehen: Es gebe vor Ort noch keinen Überblick darüber, was genau benötigt werde. Außerdem fehle es an Lager- und Verteilungskapazitäten. Am Nürnburgring war innerhalb kürzester Zeit eine große Lagerhalle komplett gefüllt. Laut Medienberichten kamen 120 Lkw-Ladungen zusammen. Die Landräte aus den Gebieten bitten darum, von Transportfahrten mit Hilfsgütern in die Katastrophengebiete abzusehen.

Spenden

Wer spenden möchte, sollte laut Empfehlung des Kreises Spendenkonten der Hilfsorganisationen nutzen oder sich in die von Kreisen und Kommunen eingerichteten Listen eintragen. So habe es der Rhein-Sieg-Kreis gemacht (www.rhein-sieg-kreis.de/flut2021).

In ihm waren, wie berichtet, an den ersten Tagen die Bereitschaften Nord, Mitte und Süd aus dem Kreis Borken im Einsatz – auch, um Menschen aus überfluteten Häusern oder von Dächern zu retten. Koordiniert wurde der Einsatz der Einheiten über die Kreisleitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst im Kreishaus. Eingebunden waren laut Kreis neben Feuerwehr Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Malteser-Hilfsdienst (MHD), Technisches Hilfswerk (THW) und Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG).

Am Wochenende erfolgte keine weitere Alarmierung, erklärte Kreisbrandmeister Stefan van Bömmel auf Anfrage.

Mehr zum Thema:

Helfer aus der Region weiter im Katastrophengebiet im Einsatz

Hilfe aus dem Kreis Borken für Katastrophengebiete

© Feuerwehr Raesfeld