Kreis Borken

Frühförderung bündelt Hilfe für Familien im Kreis Borken

126 Familien wird durch die Frühförderung im Kreis Borken geholfen. 14 Mitarbeiterinnen erarbeiten für jedes Kind ein individuelles Programm. In Gescher und Borken gibt es für Eltern Anlaufstellen.

30.12.2025

Im Bewegungsraum der Frühförderstelle Borken: (v.l.) Bärbel Hillebrandt, Leitung der Frühförderung Haus Hall, Heilpädagogin Nadine Ebbing sowie Maximilian und Corinna Schürcks

Im Bewegungsraum der Frühförderstelle Borken: (v.l.) Bärbel Hillebrandt, Leitung der Frühförderung Haus Hall, Heilpädagogin Nadine Ebbing sowie Maximilian und Corinna Schürcks

© pd

KREIS BORKEN. Frühes Handeln kann die Entwicklung von Kindern entscheidend unterstützen, wie die Stiftung Haus Hall erläutert. Das Stichwort: interdisziplinäre Frühförderung. Das Angebot der interdisziplinären Frühförderung richtet sich an Familien im Kreis Borken, deren Kinder in ihrer Entwicklung besondere Unterstützung benötigen.

Ein Beispiel dafür ist der sechsjährige Maximilian, der regelmäßig die Frühförderstelle Borken besucht. Er wird dort aktuell zweimal pro Woche betreut. Zuvor hatte er zwei Jahre an der heilpädagogischen Frühförderung teilgenommen. Seit fast einem Jahr erhält er zusätzlich interdisziplinäre Unterstützung. Dabei werden Heilpädagogik und Ergotherapie kombiniert, perspektivisch auch Logopädie.

Alle Förderangebote für Maximilian finden am Standort Horaper Weg 1 in Borken statt. Familie und Kind haben dort eine feste Ansprechpartnerin. „Das reduziert Wege und sorgt für die Kontinuität in der Förderung“, so die Stiftung Haus Hall. Die Mutter berichtet von einer spürbaren Entlastung für die Familie. Gleichzeitig habe sich die Entwicklung ihres Sohnes deutlich verbessert. Maximilian könne sich besser konzentrieren, Gefühle klarer äußern und sei selbstständiger geworden. Diese Fortschritte führt die Stiftung auf die enge Abstimmung der Therapien zurück.

126 Familien werden begleitet

Die interdisziplinäre Frühförderung wurde im Kreis Borken vor etwa einem Jahr eingeführt. Nach Angaben der Stiftung war dies ein wichtiger Schritt für Familien und den gesamten Kreis. An den Standorten Gescher und Borken arbeiten verschiedene Fachkräfte in festen Teams zusammen. Dazu gehören Heilpädagoginnen, Motopädinnen sowie Therapeutinnen aus den Bereichen Physio-, Logo- und Ergotherapie. Bei Bedarf wird das Angebot durch psychologische Unterstützung ergänzt. Zudem kommen zwei Kinderärzte zu festen Zeiten in die Frühförderstelle Borken. Dadurch können Diagnostik, Therapie und Förderung eng miteinander verzahnt werden.

Das Angebot werde im Kreis gut angenommen, heißt es. Aktuell begleitet die Stiftung Haus Hall 126 Familien. Davon erhalten 54 Familien interdisziplinäre Frühförderung, weitere 72 heilpädagogische Frühförderung. Insgesamt sind 14 Mitarbeiterinnen im Einsatz. Sie fördern Kinder entweder im häuslichen Umfeld oder in den Frühförder- und Beratungsstellen. Das Angebot richtet sich an Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt. Voraussetzung ist eine kinderärztliche Verordnung. Die Kinderärzte im Kreis kennen das Angebot und beraten Eltern.

Kontakt zu den Frühförderstellen

Eine direkte Kontaktaufnahme ist möglich. Eltern können sich unverbindlich informieren und beraten lassen.

Ansprechpartner sind die Frühförderstellen in Borken unter Tel. (02861) 8058350 und in Gescher unter Tel. (02542) 5088.