Wölfe sollen ein Schaf gerissen haben
In Gahlen hat es vermutlich am Heisterkamp den weiteren Riss eines Schafes durch einen Wolf gegeben. Darauf weist die Arbeitsgruppe Wolf des Gahlener Bürgerforums in einer Pressemitteilung hin. Demnach habe es zwei Ereignisse gegeben.
Diese Spur hat das Bürgerforum Gahlen jetzt gesichert.
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Bürgerforum hat Spuren gesichert
ERLE/GAHLEN. Zunächst sei das Damwildgatter in Nachbarschaft zu einer Schafswiese heimgesucht, aber nichts gerissen worden. Bei Uhlenbruck habe es dann den vierten Wolfsriss gegeben, so das Bürgerforum weiter. Dieses geht anhand der Bilder und der vorgefundenen Spuren davon aus, dass zwei Wölfe vor Ort gewesen sind. So sei in ein Damwild-Gehege hinein- und in etwa acht Meter Entfernung wieder herausgesprungen worden. Von beiden Sprüngen gebe es Spuren sowie Haare im obersten Stacheldraht. Dieser habe eine Höhe von 1,65 Metern.
Stromzaun überwunden
Auf die Schafswiese sei der Wolf gelangt, indem er zwischen der obersten und der zweithöchsten Stromlitze gesprungen ist. Deutlich sichtbare Spuren bestätigten diese Vermutung, heißt es. Seit 2018 habe der Wolf die ehemalig zwölfköpfige Herde auf drei Schafe reduziert.
Resolution des Kreistags gefordert
Inzwischen sorgt der Wolf auch auf politischer Ebene wieder für Streit. So votiert der FDP-Ortsverband Schermbeck für einen Abschuss des Wolfs. Der Schermbecker Gemeinderat und der Weseler Kreistag sollen demnach eine Resolution beschließen. Deutliche Kritik an dem Vorstoß äußert der Nabu-Kreisverband Wesel. Er hält den Vorschlag für Populismus und betont, dass der Kreis Wesel über eine Entnahme (Tötung) nicht zu entscheiden habe. Wie berichtet, hatte auch Ingo Brohl, der neue Landrat des Kreises Wesel, eine Tötung des Tieres ins Gespräch gebracht.