Raesfeld

Viel Interesse an Neuem aus Alt-Raesfeld

Das Interesse an historischen Fotos aus Raesfeld ist groß: So musste der Vortrag „Neues aus Alt-Raesfeld“ von Karl-Heinz Tünte wegen der vielen Anmeldungen vom Rathaussaal in das Forum der St. Sebastian-Grundschule verlegt werden.

29.10.2021

Wegen des großen Interesses wurde der Vortrag ins Forum der St.-Sebastianschule verlegt.

Wegen des großen Interesses wurde der Vortrag ins Forum der St.-Sebastianschule verlegt.

© pd

Mehr als 100 Besucher im Forum der Sebastianschule

RAESFELD. „Ik bün daor van af“´, begrüßte Tünte im Namen des Heimatvereins Raesfelds und des Bildungswerkes die knapp 100 Besucher. Er habe sich über das große Interesse gefreut, heißt es in einer Mitteilung. Zeitlich erfasste der Vortrag den Zeitraum von 1948 bis 1959. In den Ereignissen dieser Zeit sei die Aufbruchstimmung in der Gemeinde Raesfeld nach dem Krieg sowie das Zusammenspiel von Kirche und Gemeinde deutlich geworden. Mit vielen aussagekräftigen Fotos aus dem Bestand von Ignaz Böckenhoff konnte Tünte die Zuhörer beeindrucken.

Deutlich wurde diese Aufbruchstimmung an vielen Beispielen. Tünte verwies unter anderem auf die Beseitigung der Kriegsschäden an der Pfarrkirche St. Martin und das Jubiläum der Bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft. Zudem seien die Häuser im Rott für kriegsvertriebene Bauern errichtet und die St.-Martins-Kirche mit neuen Fenstern, Altären und Figuren saniert worden. Die Gemeinde hat mit dem Bau der Kanalisation im Ortskern von Raesfeld, dem Bau der neuen Volksschule und der ersten Kläranlage sowie der damals landesweit einmaligen Beregnungsanlage begonnen. Auch die Gründung der Müllerfachschule auf Schloss Raesfeld fiel in diese Zeit. Die Aufzählung könnte fast endlos fortgesetzt werden, erklärte Tünte.

Die Geschichte nachvollziehbar gemacht

In den Blick nahm er auch Hinweise, die aus heutiger Sicht eher banal klingen mögen: So beschloss der Gemeinderat 1951 die Anschaffung einer Nähmaschine für die neue Volksschule und eines Ziegenbocks für den Halter Wenning.

Die Fotos des Heimatfotografen Ignaz Böckenhoff hätten es in dem rund zweistündigen Vortrag möglich gemacht, Raesfelder Geschichte nachzuvollziehen. Viel Applaus gab es als Dankeschön dafür. Tünte sagte, dass Mitglieder des Heimatvereins weiter an der Erschließung des Fotobestands von Ignaz Böckenhoff arbeiten. Einige Fotos möchte er für weitere Vorträge nutzen.

Viel Interesse an Neuem aus Alt-Raesfeld

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