Raesfeld

Üfter Mark mit vielen Freizeitangeboten

Die Üfter Mark ist ein Naherholungsgebiet mit vielen Angeboten, um den Urlaub fast vor der eigenen Haustür zu gestalten. Die Teilnehmerzahl bei den Führungen ist in der Coronavirus-Pandemie begrenzt.

22.07.2020

Geführte Wanderungen sind derzeit nur mit kleineren Teilnehmergruppen möglich.

Geführte Wanderungen sind derzeit nur mit kleineren Teilnehmergruppen möglich.

© Kalfhues

Ausflüge in die Wildnis vor der Haustür

ERLE/ÜFTE Der röhrende Hirsch als Ölgemälde ist Synonym für trivialen Kitsch. Live ist die Brunft der Tiere jedoch ein bemerkenswertes Spektakel. In der Üfter Mark können Naturfreunde das Schauspiel im Herbst miterleben. Aber auch zu den anderen Jahreszeiten lässt sich in der Üfter Mark die größte heimische Wildart gut beobachten.

Neben Hirschen zeigen sich auch viele andere Wildtierarten wie Rehe, Füchse und Wildschweine den Erholungssuchenden im größten zusammenhängenden Waldgebiet des Naturparks Hohe Mark. In der Abenddämmerung erwachen in der Üfter Mark die Fledermäuse, darunter geschützte Arten wie die Bechsteinfledermaus und der Große und Kleine Abendsegler.

Anstands- und Hygieneregeln

Bei den Führungen seien derzeit wegen der Vorgaben in der Coronavirus-Pandemie nur begrenzte Teilnehmerzahlen möglich, sagt Barbara Klask, die stellvertretende Pressesprecherin des RVR. Daher hätten die Werte nur eine begrenzte Aussagekraft hinsichtlich des Interesses an diesen Angeboten.

Der Regionalverband Ruhr (RVR) habe 2002 das 1500 Hektar große Gelände im nördlichen Ruhrgebiet vom ehemaligen Mannesmann-Konzern erworben, um ein ökologisch orientiertes Naturerlebnisgebiet zu entwickeln, heißt es weiter. Heute seien mehr als 800 Hektar der Üfter Mark als Naturschutzfläche ausgewiesen.

Beliebt bei Besuchern ist der 4,2 Kilometer lange Ameisenpfad. Barfuß gehen sie über den Erlebnisweg mit Gras, Sand oder Schotter. An sieben Infostationen gibt es viel zu erfahren über „Tier- und Pflanzenfüße“.

Barrierefreier Rundweg

Damit behinderte und ältere Menschen nicht auf diese Naturerlebnisse verzichten müssen, hat der RVR einen barrierefreien Rundweg durch das Gebiet angelegt. Es gibt eine 4,4 Kilometer lange Route mit einer tastbaren Wegkante und glatter Oberfläche sowie eine Strecke von rund 6,7 Kilometern mit sandigen Abschnitten und Steigungen. An zehn Erlebnisstationen erhalten Menschen mit Behinderungen Infos über das Gebiet.

Ausflügler sollten auf den Wegen bleiben und leise sein, um die Tiere nicht zu stören. Hunde müssen angeleint bleiben. Müll muss mitgenommen werden.

Die Idee, in einer Sandgrube ein Naturerlebnisgelände einzurichten, scheiterte am Artenschutz. In dem Bereich hatte sich der Schwarzstorch angesiedelt.

naturschutzgebiete.rvr.ruhr.

Üfter Mark mit vielen Freizeitangeboten

© Kalfhues

Auch Reitwege sind in der Üfter Mark ausgeschildert.

Auch Reitwege sind in der Üfter Mark ausgeschildert.

© RVR