Raesfeld

Tierisse in Gahlen

Umweltministerien Ursula Heinen-Esser reagiert auf die jüngsten Tierrisse im Wolfsgebiet Schermbeck: Es soll geprüft werden, ob die Finanzierung von Herdenschutzhunden ausgeweitet werden kann.

28.08.2020

Halter von Nutztieren sind in Sorge: Sie beklagen erneut den Verlust von Tieren.

Halter von Nutztieren sind in Sorge: Sie beklagen erneut den Verlust von Tieren.

© pd

Ministerin nimmt Stellung

ERLE/GAHLEN Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen nimmt zu den jüngsten Angriffen auf Nutztiere in Gahlen Stellung. Wie berichtet, ist es im Wolfsgebiet Schermbeck in den vorigen Tagen wiederholt zu Schaf- und Damtierverlusten gekommen.

„Dies ist außerordentlich zu bedauern.“

Dazu sagt Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser: „Dies ist außerordentlich zu bedauern.“ Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) dokumentiere die Fälle und nehme Genproben, um die Vorfälle zu bewerten. „Dabei wird auch geprüft, ob es sich um Übergriffe der bereits im Gebiet bekannten Wölfe handelt. Eine derartige Häufung von Übergriffen wurde bisher noch nicht beobachtet“, so die Ministerin.

Herdenschutz ausgebaut

Die betroffenen Schäfer hätten mit finanzieller Unterstützung des Landes ihre Weiden zusätzlich gesichert. Dabei habe sich vor allem der Einsatz von Herdenschutzhunden als sehr erfolgversprechend erwiesen. Heinen-Esser: „Wir prüfen daher aktuell, ob in einzelnen Fällen auch dann Herdenschutzhunde finanziert werden können, wenn sie in kleinen Schafherden von weniger als 100 Schafen eingesetzt werden.“