Täter nach Beil-Angriff in Raesfeld zu Jugendhaft verurteilt
Im Prozess um den Angriff mit einem Beil in einer Raesfelder Autowerkstatt ist ein Urteil gefällt worden. Der 18-jährige Dorstener muss für 3,5 Jahre ins Jugendgefängnis. Die Tat wurde vom Gericht als gefährliche Körperverletzung eingestuft.
Symbolbild.
© Arne Dedert
Tat in Autohaus
BOCHOLT/RAESFELD. Für 3,5 Jahre muss ein 18-jähriger Dorstener ins Jugendgefängnis, urteilte das Landgericht Münster in einer nicht-öffentlichen Verhandlung in Bocholt. Das Gericht sah die Schuld des Mannes an einer gefährlichen Köperverletzung für erwiesen an.
Der junge Mann hatte in einer Autowerkstatt einen Mitarbeiter mit einem Beil angegriffen. Mit Sturmhaube, Handschuhen und einem Beil war der Dorstener bei dem Betrieb in Raesfeld im Juli 2022 erschienen. Ursprünglich wollte er den Juniorchef attackieren. Auf dem Weg in dessen Büro war ein Mitarbeiter des Betriebs auf ihn aufmerksam geworden. Der nun Verurteilte griff den Mitarbeiter an, der nicht lebensgefährlich verletzt wurde und ins Krankenhaus kam.
Tötungsvorsatz nicht nachzuweisen
Die Staatsanwaltschaft hatte auf versuchten Mord plädiert und eine Strafe von 6,5 Jahren Haft gefordert. Die Verteidigung hingegen forderte eine Bewährungsstrafe. Die Haftstrafe von 3,5 Jahren begründete das Gericht damit, dass dem 18-Jährige kein Tötungsvorsatz nachzuweisen sei, teilt die Pressesprecherin des Landgerichts, Dr. Cornelia Hansen, mit.
Hier geht es zum ausführlichen Bericht:3,5 Jahre Haft nach Angriff mit Beil in Raesfelder Autohaus
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